AccessControl ac = AccessControl.getAccessControl(request);

''Missverständnis''Brunei will Todesstrafe gegen Homosexuelle nicht vollstrecken

Der Sultan spricht von "Missverständnissen" hinsichtlich der angekündigten Strafverschärfungen.

CHINA-BRUNEI-DIPLOMACY
Hassan Bolkaniah (Mitte) © (c) APA/AFP/POOL/ANDREA VERDELLI (ANDREA VERDELLI)
 

Das Sultanat Brunei will nach internationalen Protesten auf die Vollstreckung der Todesstrafe gegen Homosexuelle verzichten. Dies kündigte Sultan Hassan Bolkaniah am Sonntag in einer Rede zum Beginn des islamischen Fastenmonats Ramadan an. Das bereits seit mehr als zwei Jahrzehnten geltende "De-Facto-Moratorium", keine Todesurteile umzusetzen, gelte auch für Urteile gegen Homosexuelle.

Todesstrafe durch Steinigung

Zudem sprach er von "Missverständnissen". Anfang April waren in dem Sultanat auf der südostasiatischen Insel Borneo härtere Strafgesetze in Kraft getreten. Homosexuellen drohte die Todesstrafe durch Steinigung. Grundlage dafür war die Scharia, die die religiösen und rechtlichen Normen im Islam regelt. International gab es viel Proteste, angeführt von Hollywood-Star George Clooney. Er rief dazu auf, Hotels zu boykottieren, die dem Sultan gehören, einem der reichsten Monarchen der Welt.

In dem Sultanat sind zwei Drittel der mehr als 420.000 Einwohner muslimischen Glaubens. Seit einiger Zeit sind dort konservative islamische Kräfte auf dem Vormarsch. Der autoritär regierende Sultan hatte 2014 damit begonnen, die Scharia einzuführen. Schwule und Lesben werden in der ehemaligen britischen Kolonie seit langem unterdrückt.

Kommentare (1)

Kommentieren
Sam125
0
2
Lesenswert?

Homosexuell zu sein, kann in manchen teilen der Welt sehr Lebensbedrohend für

denjenigen sein, der davon betroffen ist! Wir leben schon fast 20 Jahre im 21. Jahrhundert und es wird für so manche Mitbürger, wieder gefährlicher, wenn sie einer sexuellen Minderheit angehören! schauen wir genau hin,wer da speziell, auf Homosexuelle Menschen losgeht! Danke an George Clooney, für seinen Einsatz gegen die Diskriminierung der homosexuellen Menschen und dem Aufruf zum Beukott der Hotels des Sultan von Brunei Weltweit!

Antworten