Nach Pudding mit einer Gabel essen, lässt der nächste Trend auf TikTok nicht lange auf sich warten. Alle wollen in Gruppe sieben sein. Aber warum?
Alles begann vor einigen Wochen. Um ihr neues Lied zu vermarkten, hatte die australisch-amerikanische Sängerin Sophia James eine schlaue Idee. Sie postete eine Reihe von Videos, welche die Zuseher in Gruppen unterteilen. Der Grund: Den Algorithmus austricksen.
Und es funktionierte. Alle Videos wurden millionenfach geklickt, doch das erfolgreichste war Gruppe sieben mit mittlerweile 84 Millionen Klicks.
Die Menschen vereinen sich und outen sich als Gruppe-sieben-Mitglieder. Es wird also zu etwas vermeintlich Elitärem und löst bei anderen Menschen eine Art Angst aus, etwas zu verpassen. User schreiben: „Gruppe sieben ist die beste.“ Oder: „Blöd, nicht in Gruppe sieben zu sein.“
Auch Unternehmen springen auf den Trend auf. So schreibt der Streaming-Anbieter Netflix in einem TikTok-Video, in dem auf der Website von Netflix „Group 7 only“ zu lesen ist (auf Deutsch: nur Gruppe 7), nur „iykyk“ (if you know, you know, dt. wenn du es weißt, dann weißt du‘s). Auch die Airline SWISS wünscht Gruppe sieben einen guten Morgen, aber nur Gruppe sieben.
Mittlerweile verabreden sich Menschen sogar zu realen Gruppe-Sieben-Treffen - ähnlich wie bei dem Pudding-Trend. „Das hat so Spaß gemacht. Danke an alle, die gekommen sind“, schreibt James nach einem Event in Los Angeles. Der Marketingtrick machte die Sängerin weltweit berühmt.