Erste AusfahrtSo macht sich Audis Fünfzylinder im Cupra Formentor

Mit dem Formentor VZ5 lässt Cupra das erste und letzte Mal einen Fünfzylinder hochleben. 300 Stück kommen nach Österreich.

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Der Cupra Formentor VZ5 führt Audis Fünfzylinder aus © CUPRA
 

Dass ausgerechnet in einem gesellschaftlichen Klima wie diesem eine neue, auf sportliche Produkte getrimmte Marke Fahrt aufnehmen kann – die meisten haben wohl daran gezweifelt, als Seat 2018 Cupra aus der Taufe gehoben hat. Aber was soll man sagen, der Laden brummt.

Hatte man sich in den ersten Jahren auf das Veredeln und Verschnellern bestehender Modelle der Mutterfirma konzentriert, haben die jungen Spanier mit dem Formentor inzwischen auch ein eigenständiges Crossover im Programm, im Herbst kommt mit dem Born ein reines Elektroauto dazu.

Aber zurück zum Formentor, der als neues Topmodell firmiert. Und zwar als VZ5, dem der komplett überarbeitete Fünfzylinder-Turbobenziner von Audi implantiert wurde.

Dass die Ingolstädter ihre Spezialität des Hauses rausrücken, das war bisher nicht einmal VW gelungen, wobei der Cupra 10 PS Abstand halten muss zum Audi RS3: 390 PS wirft der 2,5-Liter mit dem ganz besonderen Sound in die Klangschale, beim maximalen Drehmoment von 480 Newtonmetern liegt er gleich auf. In 4,2 Sekunden ist der Standardsprint auf 100 km/h abgehakt.

Modellvorstellung: Cupra Formentor

Wer geglaubt hat, Cupra wird sich damit zufrieden geben, Modelle der großen Schwester Seat nachzuschärfen, der irrt: Mit dem Crossover namens Formentor, benannt nach einer Halbinsel auf Mallorca, liefern die Spanier ihr erstes eigenständiges Modell ab.

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Mit seiner Länge von 4,45 Metern überragt er den kompakten Seat Ateca. Die Breite liegt bei 1,84, die Höhe bei 1,51 Metern und Dank des Radstands von 2,68 Metern gehen sich nicht nur ausreichend Platz für die Passagiere auf der Rückbank, sondern auch 450 Liter Kofferraum aus.

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Optisch setzt das SUV mit 19-Zoll-Alufelgen (auch zu haben in der Markenfarbe Kupfer), dem durchgehenden Leuchtband am Heck und zwei Mattlackierungen eigene Akzente.

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Die Technik stammt natürlich aus dem Volkswagen-Konzern: Wie schon der kürzlich präsentierte Cupra Leon kommt auch der Formentor als Plug-in-Hybrid. Dafür greifen ein 1,4-Liter-Turbobenziner (150 PS) und ein Elektromotor (100 kW) zusammen und stemmen eine Systemleistung von 245 PS und 400 Newtonmetern Drehmoment.

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Der rein elektrische Aktionsradius des 13 kWh großen Akkus liegt bei rund 50 Kilometern.

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Ohne Stromunterstützung wirft der 2.0 TSI 310 PS in die Waagschale und tut sich mit Allradantrieb zusammen. Beide Triebwerke sind an ein Doppelkupplungsgetriebe gekoppelt, beim Hybrid mit sechs, beim Benziner mit sieben Stufen.

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Mit dabei sind auch ein adaptives Fahrwerk (mit einem Schieberegler stufenlos verstellbar) und die geschwindigkeitsabhängige Lenkunterstützung.

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Auch im Innenraum lassen die Spanier ihrer Vorliebe für kupferfarbene Akzente freien Lauf, schmücken das Cockpit aber auch mit gebürstetem dunklen Aluminium. Die mit Leder bezogenen Schalensitze sind wahlweise in Petrolblau und Schwarz erhältlich.

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Auf dem Armaturenbrett prangt ein Bildschirm im 12-Zoll-Format und durch das Lenkrad (auf dem der Startknopf für den Motor sitzt) fällt der Blick des Fahrers auf die digitalen Instrumente.

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Auch das Torque-Split-Differenzial an der Hinterachse hat Audi beigesteuert, das mit der Verteilung der Kraft zwischen den Rädern alle Hände voll zu tun hat. Allradantrieb ist in diesem Zusammenhang Ehrensache, adaptives Fahrwerk und verschiede Fahrmodi lassen den Schärfegrad bestimmen. Oder den des Erlaubten – wie im launigen Driftmodus.

Mitunter genehmigt sich das siebenstufige Doppelkupplungsgetriebe einen Moment des Nachdenkens, während die Paddles hinterm Lenkrad die Schaltbefehle geistesblitzschnell exekutieren. Der Unterschied zum Formentor VZ mit 310 PS ist deutlich, auch weil der VZ5 ein Stück weit tiefer liegt und eine breitere Spur hat.

Wie sich Sportlichkeit anfühlen soll, das braucht man bei Cupra niemandem zu erklären. Gebürstetes, dunkles Aluminium und kupferfarbene Elementen lachen einen an, wenn man sich in die innige Umarmung der Sportsitze begibt.

Das Zylinder-Quintett verströmt seine Musik übrigens über eine vierflutige, kupferfarbene Auspuffanlage. Eine schöne Schlussnote. Nur 7000 Stück des VZ5 werden gebaut, 300 davon kommen nach Österreich.

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Patriot
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Lesenswert?

Ein Stinker. Also von Gestern!

Luftvergifter und Klimawandelbefeuerer!