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Erste AusfahrtDer Suzuki Jimny muss nicht groß sein, um ganz groß zu sein

Im Gelände macht dem Suzuki Jimny niemand etwas vor. Aber die neue Generation wird auch im städtischen Revier wildern. Wetten?

Das Waidmännchen Suzuki Jimny © SUZUKI
 

Nicht nur uns ist ein Stein vom Herzen gefallen, als die ersten Bilder des neuen Jimny kursierten. Suzuki hat der Versuchung widerstanden, die Ecken und Kanten seiner kleinen Kraxel-Ikone zu glätten oder gar einen weichgespülten Softroader aus ihm zu machen. Davon gibt es nun wirklich schon genügend auf dem Markt. Und der Mut zahlt sich aus: Nicht nur das ausgelaufene Modell war bereits im Februar dieses Jahres vergriffen, auch die 750 Stück des neuen, die 2018 noch nach Österreich kommen, sind ausverkauft.

Nein, der Jimny ist seiner Bestimmung als trittsicherer Bergführer und kompetentes Arbeitstierchen treu geblieben. Zuschaltbarer Allradantrieb mit Geländeuntersetzung, Leiterrahmen und Starrachsen vorne wie hinten sind Ehrensache. Wobei man zur Ehrenrettung des kleinen Vierkants in einem Atemzug sofort sagen muss: So gut ist auf der Straße vorher noch keiner seiner Vorgänger gefahren.

Modellvorstellung: Suzuki Jimny

Es scheint fast so, als wäre der Autoindustrie ein kleiner Fehler unterlaufen. Bei all der Euphorie um die allseits beliebten SUV blieb eine Gattung völlig auf der Strecke: die der kleinen und leistbaren Geländewagen. Oder sagen wir: fast. Denn da gibt es einen kleinen Stamm in Japan, der die Fahnen der Bonsai-Klettergämsen stolz hochhält.

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Die fleißigen Mitarbeiter von Suzuki sind mit dem Jimny auf diesem Sektor nämlich die einzigen, die noch echte Kraxelware ohne Firlefanz anbieten. Sachlich, kompetent und abseits befestigter Wege praktisch unschlagbar. Und nun, nach unglaublichen 21 Jahren, steht der Nachfolger endlich beim Händler.

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Die wichtigste Info von allen: Er bleibt sich selbst treu. Die vierte Generation verfügt nach wie vor über einen robusten Leiterrahmen und Starrachsen,. Allradantrieb ist natürlich vorhanden und kann über einen Hebel zugeschaltet werden, genauso wie eine Untersetzung. Ordentlich aufgeholt hat der Suzuki bei der Straßentauglichkeit.

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Ja und dann wäre da natürlich noch die Optik: Keine Spur von rundgelutschtem und verweichlichtem SUV-Gehabe. Der Jimny war immer schon ein Typ mit Ecken und Kanten, und das darf man ihm bitteschön auch ansehen. Als hätte der Mercedes G endlich seinen Mini-me gefunden, ragt auch beim Japaner die Front genau so wie die Windschutzscheibe fast senkrecht nach oben.

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Die ausgestellten Radhäuser sorgen für einen muskulösen Auftritt, und auch das eckige Heck soll (genau so wie die rot leuchtenden Rundinstrumente) nicht nur eine Reminiszenz an den Haudegen SJ 410 sein. Er garantiert auch maximale Raumausnutzung.

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Ein bisschen rustikal fühlt er sich weiterhin an, die Lenkung ist gewöhnungsbedürftig, aber der Federungskomfort passt und mit einer Höchstgeschwindigkeit von 145 km/h schlägt sich der Kasten auch auf der Autobahn wacker. Dort würde man sich allerdings einen sechsten Gang für das Getriebe mit dem knorrigen Schaltknauf wünschen, mit dem man nach ein paar ungeschickten Manövern ewige Freundschaft schließt (zudem ist eine vierstufige Automatik im Programm).

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Genauso wie mit dem Saugbenziner mit 1,5 Litern Hubraum, der ein fröhliches Kerlchen ist und für den Jimny mit seinen 102 PS neue Leistungsdimensionen erringt: eine dreistellige Anzahl. Und falls die Frage aufkommt: Diesel ist überhaupt kein Thema, eher schon Elektrifizierung.

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Für das Durchsteigen in die zweite Sitzreihe schadet es nicht, wenn man die Fähigkeiten eines Schlangenmenschen hat. Aber wenn man sich erst einmal einfädelt hat, hat man es hinten durchaus bequem. Das Gepäckabteil lässt sich durch Umklappen der Rücksitze auf 377 Liter Ladevolumen erweitern. Das sind 53 Liter mehr als beim Vorgänger.

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Aber natürlich muss auch eine Ikone heutzutage voll vernetzt sein: Das Smartphone wird in höheren Ausstattungslinien per Bluetooth ins Fahrzeug eingebunden und lässt sich über einen 7-Zoll-Touchscreen bedienen.

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Auch Tricks wie selbstständiges Notbremsen bei einem drohenden Aufprall, das Warnen beim unbeabsichtigten Verlassen der Spur, das automatische Wechseln zwischen Abblend- und Fernlicht und Verkehrszeichenerkennen hat der Jimny gelernt. Weil: Der Wald ist nicht genug.

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Ein bisschen rustikal fühlt er sich weiterhin an, die Lenkung ist gewöhnungsbedürftig, aber der Federungskomfort passt und mit einer Höchstgeschwindigkeit von 145 km/h schlägt sich der Kasten auch auf der Autobahn wacker. Dort würde man sich allerdings einen sechsten Gang für das Getriebe mit dem knorrigen Schaltknauf wünschen, mit dem man nach ein paar ungeschickten Manövern ewige Freundschaft schließt (zudem ist eine vierstufige Automatik im Programm). Genauso wie mit dem Saugbenziner mit 1,5 Litern Hubraum, der ein fröhliches Kerlchen ist und für den Jimny mit seinen 102 PS neue Leistungsdimensionen erringt: eine dreistellige Anzahl. Und falls die Frage aufkommt: Diesel ist überhaupt kein Thema, eher schon Elektrifizierung.

Suzuki Jimny

Marktstart. Anfang Oktober.
Preise. Ab 17.990 Euro.
Motor. Vierzylinder-Benziner, 1462 ccm, 102 PS, 130 Newtonmeter maximales Drehmoment bei 4000 U/min, Vmax 145 km/h, 6,8 l/100 km, 154 g CO2/km.
Antrieb. Zuschaltbarer Allradantrieb mit Untersetzung.
Maße. 3645/1645/1720 mm L/B/H, 2250 mm Randstand, 85 bis 377 l Laderaum, Bodenfreiheit 210 mm, Böschungswinkel (vorne/hinten) 37/49 Grad, Rampenwinkel 28 Grad, ab 1090 kg Leergewicht.

Windgeräusche sind bei den vielen Kanten freilich serienmäßig, aber nehmen wir für die daraus resultierende ausgezeichnete Rundumsicht gerne in Kauf. Und vor allem für die coole Optik: Wie eine Micro-G-Klasse kommt der Kraxler daher, trägt reichlich Schutzbeplankung, die Heckklappe seitlich angeschlagen und darauf das Reserverad. Von dort bis zum wuchtigen vorderen Stoßfänger misst das Waidmännchen gerade einmal 3,6 Meter. Ja, mit diesen Qualitäten wird der Jimny sicher auch im städtischen Revier wildern und Kunden haben, die live nie erfahren, was er im Gelände auf dem Kasten hat und sich vor lauter Schrägfahren am martialischen Griff anhalten, der auf dem Armaturenbrett prangt.

Modellvorstellung: Suzuki Swift

Suzuki legt den neuen Swift auf. Das Erfolgsmodell präsentiert sich damit in seiner mittlerweile sechsten Generation. Mit 3,84 Metern Länge, 1,73 Metern Breite und 1,48 Metern Höhe ist der neue Swift dabei 10 Millimeter kürzer, 30 flacher und 40 breiter als sein Vorgänger.

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Scheinwerfer und Positionsleuchten im neuen, freundlichen Gesicht sind in LED-Technik ausgeführt. Die Markteinführung des neuen Swift ist für Mai 2017 geplant.

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Durch die abgesenkte Sitzposition konnten die Japaner zusätzliche Kopffreiheit besonders für hinten sitzende Passagiere gewinnen. Der Kofferaum bietet mit einem Maximalwert von 265 Litern 25 mehr als der Vorgänger.

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Die Kunden haben die Wahl zwischen zwei Benzinern: Der Vierzylinder hat 1,2 Liter Hubraum und leistet 90 PS, der 1-Liter ist turbogeladen und wirft 111 PS in die Waagschale. Das Dreizylinder-Triebwerk kommt mit einem  Durchschnittsverbrauch von 4,6 Litern daher. Dass das Fahrzeuggewicht um 120 Kilogramm auf 915 – inklusive Fahrer! – reduziert wurde, trägt sein Scherflein dazu bei.

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Beide Motorvarianten sind mit einem 5-Gang-Schaltgetriebe erhältlich, für den Turbo-Motor steht zusätzlich eine 6-Sufen-Automatik zur Verfügung. Und weil es die Spezialität des Hauses ist, kommt der Suzuki in Verbindung mit dem 1,2-Liter auch mit Allrad.

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Weiterhin wird Suzuki den neuen Swift auch mit Mild-Hybrid-System anbieten, in diesem Modell erstmals in Verbindung mit dem 1-Liter. Das System unterstützt den Verbrennungsmotor beim Anfahren und Beschleunigen und nutzt dafür beim Bremsen zurückgewonnene elektrische Energie, was gleichzeitig zu einem geringeren Verbrauch führt.

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Im Innenraum wartet der Kleinwagen unter anderem mit einem 4,2-Zoll-Farb-Display, einem bluetoothkompatiblen Infotainmentsystem zur Smartphone-Einbindung mit 7-Zoll-Touchscreen und Apple CarPlay und Android Auto auf, um die Smartphone-Einbindung zu gewährleisten.

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Darüber hinaus haben die Japaner dem Swift eine Reihe von Assistenzsystemen spendiert, die auf Basis eines Kamera- und Lasersystems sowie eines Radars funktionieren: Die aktive Bremsunterstützung erkennt Hindernisse vor dem Fahrzeug und warnt den Fahrer optisch sowie akustisch vor einer möglichen Kollision. Reagiert der Fahrer nicht, leitet der Swift automatisch eine Notbremsung ein. Mithilfe des adaptiven Tempomaten lässt sich über einen Radar-Abstandsmesser während der Fahrt konstant ein vom Fahrer gewählter Abstand zu vorausfahrenden Fahrzeugen einhalten.

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Die Müdigkeitserkennung warnt den Fahrer ab einer Geschwindigkeit von 60 km/h, wenn Anzeichen von unsicherem oder unaufmerksamem Fahren wahrgenommen werden. Verlässt der Fahrer ungewollt die Spur, schreitet das Spurhaltewarnsystem ein und meldet sich durch optische Signale sowie Vibrationen am Lenkrad. Für die richtige Sicht unter allen Bedingungen sorgt der Fernlichtassistent, der ab einer Geschwindigkeit von 40 km/h automatisch je nach Umgebung zwischen Abblend- und Fernlicht wechselt.

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Also den Allrad mit dem kleinen Hebel einlegen und schon wühlt sich der Knirps mit einer Selbstverständlichkeit durch Geröll und Matsch, die eine Freude ist. Und dabei haben wir die Untersetzung noch gar nicht aktiviert. Die Schräglage könnten wir wenn's wär am geradlinigen Cockpit ablesen, in dem sich auch noch nette Details wie angedeutete Schraubenköpfe ausgegangen sind. Manch einer wird sich darüber mokieren, dass der verwendete Kunststoff nicht edelster Abstammung ist, aber dafür ist er kratzfest und hält etwas aus. Die fleißigen Herren vom Winterdienst, die bei Schneefall ihre Jimnys satteln und mit dem Pflug die Straßen räumen, wird es freuen zu lesen, dass die Tasten und Schalter so dimensioniert werden, dass man sie selbst mit Arbeitshandschuhen bedienen kann.

Und wenn wir schon beim Nutzwert sind: Für das Durchsteigen in die zweite Sitzreihe schadet es nicht, wenn man die Fähigkeiten eines Schlangenmenschen hat. Aber wenn man sich erst einmal einfädelt hat, hat man es hinten durchaus bequem. Das Gepäckabteil lässt sich durch Umklappen der Rücksitze auf 377 Liter Ladevolumen erweitern. Das sind 53 Liter mehr als beim Vorgänger.

Aber natürlich muss auch eine Ikone heutzutage voll vernetzt sein: Das Smartphone wird in höheren Ausstattungslinien per Bluetooth ins Fahrzeug eingebunden und lässt sich über einen 7-Zoll-Touchscreen bedienen. Auch Tricks wie selbstständiges Notbremsen bei einem drohenden Aufprall, das Warnen beim unbeabsichtigten Verlassen der Spur, das automatische Wechseln zwischen Abblend- und Fernlicht und Verkehrszeichenerkennen hat der Jimny gelernt. Weil: Der Wald ist nicht genug.

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