MERCEDES-MAYBACH G 650 LANDAULET

Die stärkste Safari der G-schichte

Wenn ein Zwölfzylinder in der Wildnis brüllt. Mercedes setzt seiner G-Klasse mit dem Maybach G 650 Landaulet ein ganz besonderes Häubchen auf. Wer die Offroad-Luxuslimousine will, braucht auch Glück. Nur 99 Stück werden in Graz gebaut.

×
Artikel gemerkt

Gemerkte Artikel können Sie jederzeit in Ihrer Leseliste abrufen. Zu Ihrer Leseliste gelangen Sie direkt über die Seiten-Navigation.

Zur Leseliste
Auf den Spuren der Elefanten mit dem Mercedes-Maybach G 650 Landaulet
Auf den Spuren der Elefanten mit dem Mercedes-Maybach G 650 Landaulet © DAIMLER
 

Südafrika, Madikwe Safari Lodge, rund 45 Flugminuten von Johannesburg entfernt. Es ist 5.30 Uhr morgens. Die Gäste sind noch im Pyjama. Das Gezwitscher exotischer Vögel dringt ans Ohr. Plötzlich aber ein tiefes Brüllen. Sind die Löwen gar schon vor der Haustüre?! Das wäre kein Einzelfall, das kommt in diesen Breitengraden immer wieder vor. Darum werden Besucher der Anlage speziell nach dem Abendessen auch von einem Securitymann zu den einzelnen Bungalows begleitet.

In diesem Fall konnte aber Entwarnung gegeben werden. Das Brüllen kam von einem gewaltigen Auto, Mercedes hatte soeben den neuen Maybach G 650 Landaulet gestartet. Also treten wir - die Kleine Zeitung durfte als einziges österreichisches Medium bei der Vorpremiere dabei sein - „dem Biest“ gegenüber.

Modellvorstellung: Mercedes-Maybach G 650 Landaulet

Als Mercedes-Maybach G 650 Landaulet mit elektrischem Stoffverdeck und höchst exklusiver Ausstattung im Fondabteil ist das Geländeurgestein aus Graz auf 99 Stück limitiert und die wohl exklusivste Art, stilvoll unter freiem Himmel zu reisen. Ganz egal, ob auf einer Straße oder nicht.

DAIMLER

Eine Länge von 5345 Millimetern und 3428 Millimeter Radstand und eine Höhe von 2235 Millimetern – so lauten die Eckdaten des Luxus-Offroaders. Dank der Portalachsen hat der Landaulet fast einen halben Meter Bodenfreiheit. Gut, dass die elektrisch ausfahrbaren Einstiegshilfen den Zutritt in das Fahrzeug erleichtern.

DAIMLER

Die Krönung des Mercedes-Maybach G 650 Landaluet ist das stärkste, bei Daimler-Pkw verfügbare Triebwerk: Der von AMG entwickelte V12-Biturbomotor mit einer Höchstleistung von 630 PS und einem maximalen Drehmoment von 1000 Newtonmetern.

DAIMLER

Während Fahrer und Beifahrer unter dem geschlossenen Dach Platz nehmen, genießen die Fondpassagiere ein Maximum an Komfort: Auf Knopfdruck öffnet sich ein großes Faltdach elektrisch und gibt den Blick in den blauen Himmel frei. Das Open-Air-Erlebnis erleben die hinteren Fahrgäste auf einer Einzelsitzanlage aus der S-Klasse mit Massagefunktion, Liegeposition und Wadenauflage.

DAIMLER

Eine elektrisch bedienbare Trennscheibe separiert den Fond auf Wunsch vom Fahrerabteil, zudem ändert sich die Glasscheibe auf Tastendruck von transparent auf undurchsichtig. Ähnlich einem Flugzeugsitz beherbergt die Mittelkonsole zwei Tische, die mit einer Hand leicht ein- und ausgeklappt werden können. Damit sie als komfortable Schreibunterlagen oder für Tablets und Notebooks verwendet werden können, besitzen die Tischplatten Ledereinsätze.

DAIMLER

Vor der Trennscheibe blickt der Betrachter auf ein angedeutetes G-Cockpit im Stil der Instrumententafel in Reihe eins: In der Mittelkonsole befinden sich die drei markanten, zentral platzierten Taster. Sie dienen jedoch nicht der Betätigung für die drei Differenzialsperren: Ein Taster ist für die Innenbeleuchtung bestimmt, mit den beiden anderen lässt sich das Verdeck öffnen und schließen.

DAIMLER

Dazu kommen noch zwei Handschuhfächer sowie die G-typischen Haltegriffe. Auf der Quertraverse, die auch die Trennscheibe aufnimmt, sind zwei 10 Zoll große, hochauflösende Media-Displays des Individual Entertainments angebracht.

DAIMLER

Den luxuriösen Charakter im Landaulet unterstützt die Polsterung aus dem Designo-Programm mit Rautensteppung. Sie ist stets zweifarbig ausgeführt und steht in vier Ausstattungsfarben parat. Passend dazu kann der Kunde zwischen drei verschiedenen Farbtönen für das Stoffverdeck sowie vier Lackfarben, darunter auch einem Mattlack, wählen.

DAIMLER

Ein Unterfahrschutz vorn und hinten, groß dimensionierte Kotflügelverbreiterungen in Echt-Carbon sowie das rechts am Heck angebrachte Reserverad mit integrierter Halterung für die dritte Bremsleuchte betonen das Offroad-Können der Ikone. Selbstverständlich sind auch beim neuesten G die typischen, während der Fahrt sperrbaren 100-Prozent-Differenzialsperren an Bord, ebenso die Geländereduktion im Verteilergetriebe.

DAIMLER

Wie alle übrigen Varianten der G-Klasse, wird auch der Mercedes-Maybach G 650 Landaulet im Auftrag bei Magna Steyr in Graz gebaut. Seine Weltpremiere und Verkaufsfreigabe feiert der offene Viersitzer auf dem Genfer Salon im März 2017. Die Markteinführung der auf 99 Fahrzeuge limitierten Sonderserie startet im Herbst. Die Preise sollen bei mehr als einer halben Million Euro beginnen.

DAIMLER
1/10

Und da stand er in voller Pracht: 5,35 Meter lang, 2,24 Meter hoch, vollgetankt 3300 Kilogramm schwer - der teuerste und luxuriöseste G aller Zeiten rollt einem auf Reifen der Dimension 325/55 R und 22-Zoll-Felgen entgegen.

Was bei einem Größenvergleich sofort ins Auge springt: Die Motorhaube reicht einem 1,80-m-großen Mann exakt - und da wollen wir ganz genau sein - bis zur Brustwarze. Unter der Abdeckung verbirgt sich der von AMG entwickelte V12-Biturbomotor, der leistet 630 PS und besitzt ein maximales Drehmoment von 1000 Newtonmetern. Ja, da können sogar die „Big 5“ (bei einer Safari sind das Löwe, Nashorn, Elefant, Leopard und Büffel) neidig werden. Kein Wunder, dass Mercedes die exklusive Vorpremiere unter das Motto „The Big 6“ gestellt hat.

MERCEDES-MAYBACH G 650 LANDAULET

Offizielle Premiere: Anfang März beim Autosalon in Genf.
Stückzahl: Auf 99 limitiert.
Auslieferung: Ab Herbst 2017.
Preis: Mit rund 1000 Euro pro PS sollten Interessenten rechnen.
Leistung: 630 - ein Zwölfzylinder eben.
Maße: 5,34 Meter lang, 2,23 Meter hoch.
Gewicht: 3300 kg, damit deutlich schwerer als ein Nashorn.
Bodenfreiheit: 45 Zentimeter, elektrisch ausfahrbare Trittbretter erleichtern das Einsteigen.

 

Auf zur ersten Ausfahrt: Was soll man mäkeln, wenn man im Fond völlige Beinfreiheit genießt, die Sitze aus feinstem Leder sind und etliche verschiedene Massage- und Belüftungsfunktionen auf einen warten? Es bleibt aber eh keine Zeit für Wadenauflage, Thermocupholdern oder Entertainment auf den 10-Zoll-Bildschirmen. Wir versenken die Trennscheibe zum Fahrer, öffnen im Fond auf Knopfdruck das große Stoffverdeck und genießen im Stehen den Blick in die Landschaft.

Und da war er jetzt, der Löwe! Der Motor war längst abgestellt, wir rollten auf den König zu. Auch wenn es nur einer war, er schlief genüsslich neben einem gerissenen Gnu. Erst als der Zwölfzylinder wieder angeworfen wurde, ließ sich der Löwe zu einem gelangweilten Gähnen hinreißen. Du Banause! Wenn er wüsste, dass dieses unglaubliche Gefährt im Magna-Werk in Graz insgesamt nur 99 Mal vom Laufband rollen wird.

Modellvorstellung: Mercedes X-Klasse

Ende 2017 geht die X-Klasse von Mercedes an den Start. Und was uns dann erwarten wird, zeigt uns jetzt schon die Studie X-Class Concept.

DAIMLER

Wieso der Neue den Namen X-Klasse trägt, ist schnell erklärt: Zuständig für den Bau ist nämlich nicht die Gelände-Sparte, sondern die Van-Abteilung, deren Aushängeschild die V-Klasse ist. Ein Kürzel, das mit G anfängt, kam also nicht in Frage. GLX würde sich auch irgendwie komisch anhören, also entschied man sich gleich dafür, der völlig neuen Baureihe auch einen eigenständigen Namen zu verpassen.

DAIMLER

Warum man sich aber gar so lange Zeit ließ, ist nicht ganz klar. Scheinbar musste das Segment erst entsprechend wachsen, bis Dieter Zetsche und seine Mannschaft auf das Thema ansprangen. Denn die so genannten Eintonnen-Pick-ups (eine Tonne Zuladung) haben sich endgültig von ihrer Rolle als stoische Lastesel verabschiedet. Moderne Exemplare bieten immer mehr den Komfort eines Pkw bei unveränderter Robustheit und Praktikabilität. Eine besonders bei Unternehmern beliebte Kombination, auch in Europa. Höchste Zeit also für Mercedes, da ein wenig mitzumischen.

DAIMLER

Und da das Serienmodell noch so lange auf sich warten lässt, zeigt der X-Class Concept schon jetzt, wie dieser Auftritt aussehen wird. Allem voran bietet sie einen Blick auf die Technik: Um auf diesem völlig neuen Terrain nämlich nicht bei Null anfangen zu müssen, vertraut Mercedes wie schon beim Citan auf ein bestehendes Fahrzeug aus der Renault-Nissan-Allianz.

DAIMLER

Deren Navara liefert den Leiterrahmen, die Karosseristruktur sowie Achsen und Getriebe. Da dieser Pick-up der einzige auf dem Markt ist, der hinten keine Blatt- sondern Schraubenfedern verbaut hat, glänzt auch das X-Class Concept mit soliden Straßenfahr-Eigenschaften.

DAIMLER

Außerdem erlaubt der solide Leiterrahmen (auf dem auch der kommende Renault Alaskan aufbauen wird) neben 3,5 Tonnen Anhängelast den Designern ganz andere Möglichkeiten, großzügig Blechteile auszutauschen, um eine eigenständige Optik zu generieren.

DAIMLER

Ihnen fällt schließlich keine tragende Funktion zu, insofern verwundert es niemanden, dass man schon sehr genau hinsehen muss, um hier noch den Nissan als Basisfahrzeug erkennen zu können. Die komplette Front zeigt sich neu gezeichnet, bis hin zu den vorderen Türen. Die Fahrgastzelle der Doppelkabine an sich blieb aber weitgehend unberührt, inklusive den hinteren Türen.

DAIMLER

Weniger offensichtlich ist da schon die Wahl des Antriebsstrangs: Der Navara bietet nur einen Vierzylinder-Diesel mit zuschaltbarem Allradantrieb. Mercedes setzt hier lieber auf ihre eigenen R4- und V6-Aggregate und auch den 4x4-Strang ersetzt man gegen einen permanent betriebenen. Untersetzungsgetriebe, Differenzialsperren sowie eine breitere Spur sorgen weiters für solide Offroad-Talente.

DAIMLER

Wo die Stuttgarter wirklich auftrumpfen und dem Concept ihren ganz persönlichen Stempel aufdrücken, ist der Innenraum: Der zeigt sich fast schon auf S-Klasse-Niveau, ist fein beledert, mit zahlreichen Teilen aus gefrästem Aluminium und modernen Infotainmentsystemen aus der Comand-Serie garniert, über die auch Serienmodelle wie die C-, E- oder auch die V-Klasse verfügen.

DAIMLER

Genau so wie die Assistenzsysteme, die es bis jetzt noch nie in einem Pick-up gegeben hat. Da können die Untertürkheimer natürlich aus dem Vollen schöpfen, und so glänzt der X-Class Concept zum Beispiel mit Radartempomat, Internet-Diensten, W-LAN-Hotspot und GPS-Ortungssystemen. Etwas übertrieben für ein Nutzfahrzeug? Vielleicht, aber Mercedes möchte den Bogen dieser Klasse noch weiter Richtung Luxus und High-Tech spannen, weswegen man hier auch gerne vom ersten Premium-Pick-up spricht.

DAIMLER

Und um dessen Vielseitigkeit möglichst umfassend zeigen zu können, hat man gleich zwei Versionen der Studie enthüllt. Zum einen den „Powerful Adventurer“, betont rustikal mit Stollenreifen, höhergelegtem Fahrwerk, mattschwarzen Verbreiterungen und einer Seilwinde im vorderen Stoßfänger. Zum anderen den „Stylisch Explorer“, elegant in schickem Silber gehalten, mit 22-Zoll-Niederquerschnitt-Pneus, lackierten Stoßfängern und einem durchgehenden Leuchtenband am Heck, was wohl wirklich nur der Studie vorbehalten bleiben wird.

DAIMLER

Vom Band laufen wird die X-Klasse übrigens nicht in Deutschland, sondern in Cordoba und Barcelona. Schließlich zählt nicht nur Europa zu den Wachstumsmärkten der Eintonnen-Pick-ups, sondern auch Südamerika. Nur die USA hat Mercedes nicht im Visier. Ausgerechnet für das Mutterland dieser Fahrzeuggattung dürfte dieser Stern eine Nummer zu klein sein.

DAIMLER
1/12

Vielleicht hätte es sich der Löwe dann unter dem G 650 gemütlich gemacht. Ein knapper halber Meter Bodenfreiheit lässt das auf alle Fälle zu. Übrigens: Beim Aus- und Einsteigen helfen elektrische Trittbretter.

Die offizielle Weltpremiere des G 650 Landaulet erfolgt Anfang März beim Autosalon in Genf. Wer nun Geschmack an der „stilvollsten Art unter freiem Himmel und abseits befestigter Wege zu reisen“ gefunden hat, darf bei seinem Mercedes-Händler einmal nachfragen. Was das Open-Air-Erlebnis kostet? 1000 Euro pro PS gilt als Richtwert ...

 

Zwischen 0 Uhr und 6 Uhr ist das Erstellen von Kommentaren nicht möglich.
Danke für Ihr Verständnis.

scionescio
4
3
Lesenswert?

Man braucht Journalisten nur nach Südafrika einladen ...

... dann bekommt man selbst für eine so sinnbefreite und peinliche Kiste zwei Artikel innerhalb von ein paar Tagen ...