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Abweichende Abgaswerte Deutsche Umwelthilfe nimmt Benziner und Hybride ins Visier

Nach Dieselmotoren nimmt die Deutsche Umwelthilfe jetzt abweichende Angaben bei Plug-in-Hybriden ins Visier.

© Elnur/stock.adobe.com (Elnur Amikishiyev)
 

Fünf Jahre nach Bekanntwerden des Dieselskandals will die Deutsche Umwelthilfe verstärkt gegen überhöhte Abgaswerte bei Benzinern und Hybrid-Autos vorgehen. Das kündigte Geschäftsführer Jürgen Resch am Mittwoch an. Er kritisierte Kauf- und Steueranreize für Autos mit kombinierten Elektro- und Verbrennungsmotoren. Auch in Österreich wird der Kauf von Plug-in-Hybriden gefördert.

"Wir fordern einen Stopp dieser absurden Förderung klimaschädlicher Plug-in-Hybride", sagte Resch eine Woche vor weiteren Beratungen der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit Vertretern der Autoindustrie.

Der Verein präsentierte Ergebnisse eigener Messungen im Straßenverkehr. Demnach stoßen mehrere Hybrid-SUV deutlich mehr Kohlendioxid aus als angegeben. In einem Fall sei es das Siebenfache der amtlichen Werte. Besonders hoch seien die Überschreitungen, wenn die Fahrer in den Sport-Fahrmodus umschalten.

Es sei pervers, diese Autos als umweltfreundlich zu bewerben, sagte der Verkehrsberater Axel Friedrich, der für die Umwelthilfe testet. Er erklärte, er sehe Indizien für Abschalteinrichtungen. Diese könnten erkennen, ob ein Auto auf dem Prüfstand fährt und auf einen besonders sparsamen Betrieb umschalten. Belegen könne er aber nicht, dass es solche Einrichtungen in der Software gebe, sagte Friedrich.

Der deutsche Bund bezuschusst den Kauf von Elektroautos, darunter auch Plug-in-Hybride. Bei Dienstwagen kommt steuerliche Förderung hinzu. Die Umwelthilfe geht davon aus, dass viele Dienst-Hybride jedoch meist mit Verbrenner fahren. Die Firmen finanzierten mit der Tankkarte den Sprit, nicht aber den Strom, den der Arbeitnehmer zu Hause abzapfen müsste.

Kommentare (4)

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Mezgolits
1
3
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"Wir fordern einen Stopp dieser absurden Förderung ...

Vielen Dank - ich meine: So wie bei uns = Unwirtschaftliches - mit
viel Steuergeld versuchen - wirtschaftlich zu machen. Erfinder M.

FySy
2
11
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Wahrheit

Ich hoffe, dass dann mal Fakten auf den Tisch gelegt werden. Generell Hybridfahrzeuge zu fördern ist ein Irrsinn. Speziell Hybrid-SUVs. Diese verbrauchen viel mehr Sprit als Diesel betriebene, haben in der Herstellung schon Unmengen an C02 verbraucht und sind keine typischen Stadtfahrzeuge, wo der Hybrid Vorteile haben könnte.
Auch E-Fahrzeuge die nur sehr wenig betrieben werden sind globale Umweltsünder, da auch diese in der Herstellung schon sehr viel C02 und Energie verbraucht haben. Hybride und E-Fzg. sind nicht generell grün und daher sollten die Förderungen spezifischer werden. E-Mobilität ist vielfach eine Mogelpackung wo viele darauf reinfallen und glauben der Umwelt etwas Gutes zu tun.

Horstreinhard
3
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Pervers ist, dass der deutsche Steuerzahler

einen privaten Verein finanziert. Das selbe hilft auch für den österreichischen Steuerzahler und den VCÖ.
Beides sind Vereine, die gegen die Mobilität der Bevölkerung arbeiten.

scionescio
7
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Die Deutsche Umwelthilfe ist ein Verein, der sich durch absurde Abmahnungen finanziert und mit seinen Klagen für Fahrverbote bekanntgewordenist ...

... was ihre Kritik an der absurden Förderung für Hybride angeht, haben sie allerdings recht!