Die Serie an Insolvenzen im Unternehmensgeflecht des bayerischen Investors Hans Kilger geht weiter. Nun beantragte die 2017 gegründete und in Leibnitz ansässige „Kilger GK“ am Landesgericht Graz ein Sanierungsverfahren mit Eigenverwaltung. Das berichten die Gläubigerschützer von KSV1870 und AKV.
Persönlich haftender Gesellschafter der Gesellschaft ist Hans Kilger selbst, Kommanditistin die bereits insolvente Domaines Kilger GmbH. Als Unternehmensgegenstand wird im Wesentlichen die Vermietung und Verpachtung von „Liegenschaftsobjekten samt Zubehör“ in Leibnitz und Heimschuh genannt. Die Verbindlichkeiten betragen rund 2,679 Millionen Euro, wovon der Großteil, nämlich rund 2,447 Millionen Euro auf Bankverbindlichkeiten entfällt. Auf Aktivaseite werden laut den Gläubigerschützern 2,5 Millionen Euro „in Ansatz gebracht“.
Bank stellte den Kredit „fällig“
„Die Zahlungsunfähigkeit ist im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass die finanzierende Bank den gewährten Kredit fällig gestellt hat“, heißt es dazu auch beim KSV. Laut AKV blieben zudem „Versuche einer Prolongation beziehungsweise Stundung erfolglos“. Beabsichtigt wird eine Fortführung des Unternehmens, gearbeitet wird an einem Sanierungsplan. Dieser würde den Gläubigern eine Quote von 30 Prozent bringen. Die Finanzierung soll insbesondere aus der Verwertung der Liegenschaftsobjekte erfolgen.
Im weit verzweigten Firmennetzwerk von Hans Kilger kam es seit Februar 2026 – und der Insolvenz der zentralen Gesellschaft Domaines Kilger GmbH & Co KG – bis dato zu rund zehn Pleiten.