Mit der Nachricht zur Insolvenz der südsteirischen Domaines Kilger GmbH & Co KG von Investor Hans Kilger ging im Februar ein Schock durch die Region. Viele Südsteirer sorgten sich um den Fortbestand weiterer Betriebe der Kilger-Gruppe. So auch um das Traditionsunternehmen Peterquelle aus Deutsch Goritz.
Von dort gibt es nun allerdings ein Lebenszeichen – und einen neuen Geschäftsführer: „Mit Patrick Sax verfügt die Peterquelle über einen erfahrenen Manager, der bereits erfolgreich Unternehmen restrukturiert hat“, zitiert Peterquelle den Masseverwalter Michael Pacher in einer Aussendung. Er hat Sax Ende April beim Firmenbuchgericht als neuen kaufmännischen Geschäftsführer der Peterquelle bestellt.
Patrick Sax führt Peterquelle
Sax übernimmt die operative Leitung von Cecilia Kilger und soll den Mineralwasseranbieter stabilisieren sowie strategisch neu ausrichten. Als ehemaliger Geschäftsführer der Parktherme und weiterer stadteigener Gesellschaften in Bad Radkersburg sowie zuletzt als Unternehmensberater im In- und Ausland habe er sich immer wieder in schwierigen Zeiten um eine Weiterentwicklung gekümmert. Sax ist in der Region kein Unbekannter und seit Februar 2025 vor allem als Neos-Gemeinderat in Bad Radkersburg immer wieder im Gespräch.
„Unternehmen mit guter Marktpositionierung“
Vor etwa zwei Wochen zeichnete sich bereits ab, dass der 30 Personen starke Betrieb in seiner aktuellen Form erhalten bleiben könnte. Denn im Zuge der Prüfungstagsatzung hieß es laut Gläubigerschutzverband AKV, dass „weitere Beteiligungen zu verwerten sein werden, wobei teilweise bereits entsprechende Verhandlungen laufen, da hier teilweise auch fortführungswürdige Unternehmen mit guter Marktpositionierung enthalten sind“. Explizit wurde die Peterquelle genannt.
Neue Produkte und Märkte für Peterquelle
„Ziel ist es, eine positive, operative Entwicklung sicherzustellen und neue Zukunftsperspektiven aufzuzeigen. Die Peterquelle wird weiterhin ein verlässlicher Partner für Kunden und Lieferanten sein“, erklärt Sax die ersten Ziele. Er zeigt sich im Gespräch mit der Kleinen Zeitung überzeugt, dass eine Konsolidierung in den nächsten Monaten bereits greifen wird, auch wenn man derzeit durchaus vor Herausforderungen stehe.
„Der Jahresabschluss 2025 liegt allerdings noch nicht vor“, lässt Sax Details offen. Zahlreiche Ideen würden derzeit auf seinem Tisch liegen, die er mit dem Team ausarbeiten will: „Wir haben hier viel Potenzial.“ Sowohl neue Produkte als auch das Erschließen neuer Märkte sollen darunter fallen.