Die FPÖ macht ihre in der „Kleinen Zeitung“ angekündigte Beschwerde gegen die Bestellung von Clemens Pig zum ORF-Generaldirektor wahr. Sie will kommende Woche bei der Medienbehörde KommAustria eine Popularbeschwerde einreichen. Für FPÖ-Generalsekretär und Mediensprecher Christian Hafenecker steht fest, dass die Bestellung Pigs „rechtswidrig“ erfolgt sei.
Als zentralen Kritikpunkt führt die Partei an, Pig erfülle die in der Ausschreibung verlangten Voraussetzungen nicht. Gefordert worden sei eine „fünfjährige einschlägige oder hinsichtlich des Aufgabengebietes verwandte Berufserfahrung“. Nach Ansicht der FPÖ könne Pig lediglich auf seine Tätigkeit bei der APA-Austria Presse Agentur verweisen, verfüge jedoch über keine ausreichende Radio- oder Fernseherfahrung. Hafenecker spricht deshalb von „klaren Verstößen“ gegen die Ausschreibung.
Bevor die Beschwerde eingereicht werden kann, benötigt die FPÖ die Unterstützung von mindestens 120 ORF-Beitragszahlerinnen und -zahlern. Gegen die Bestellung Pigs sind bereits weitere Beschwerden bei der KommAustria eingelangt, darunter dem Vernehmen nach auch solche von nicht berücksichtigten Bewerbern.
Unterdessen ist, wie berichtet, die Bewerbungsfrist für die vier zentralen Direktionen und die neun Landesdirektionen zu Ende gegangen. Entgegen bisherigen Erwartungen soll sich Niederösterreichs Landesdirektor Alexander Hofer dem Vernehmen nach ausschließlich für eine weitere Amtszeit in Niederösterreich beworben haben, nicht jedoch für die Direktion „Programm und Brands“.
Wie erwartet hat sich in der Steiermark für die Nachfolge von Gerhard Koch ZiB-Moderatorin Nadja Bernhard beworben, wie sie der „Kronen Zeitung“ bestätigte. In den Landesstudios Kärnten, Salzburg und der Steiermark scheiden die Amtsinhaberinnen und Amtsinhaber mit Ende 2026 aus.