Der viel diskutierte demografische Wandel zeigt sich in Oberkärnten besonders stark. Ja, es gibt positive Impulse, um Jungfamilien etwa mit leistbarem Wohnraum oder Kinderbetreuungsangebot anzulocken, aber für eine Trendwende reicht es nicht. So ist es nur ein geringer Trost, dass eine Bezirksstadt wie Spittal an der Drau seit über fünf Jahren rund um die 15.300 Einwohner relativ stabil halten konnte. Blickt man zwei Jahrzehnte zurück, verzeichnet die Bevölkerungsstatistik noch rund 16.000 Spittalerinnen und Spittaler.

In Hermagor zeigt sich: Von rund 7200 Einwohnern ging es auf Stand 1. Jänner 2026 auf 6930 zurück. Dass es innerhalb eines Jahres um 25 mehr wurden, fällt da nicht ins Gewicht.

Der Trend ist klar: Außerhalb des Kärntner Zentralraums schrumpfen die Gemeinden. Dass die Spittaler und Gailtaler davon ein Lied singen können, muss eine Handlungsaufforderung an alle sein, die hier wohnen oder arbeiten. Um sich als Lebensmittelpunkt ins Spiel zu bringen, braucht man überzeugende Antworten auf die Frage: „Was hat man zu bieten?“