Wer sich fragt, wo Kleine-Zeitung-Redakteurin Barbara Kahr geblieben ist, findet die Antwort in einem neuen Namen: Seit dem 30. Mai heißt sie Barbara Mikschofsky. Dahinter steht eine Hochzeit, die Kärnten und die Steiermark verband – und zwei Menschen, die sich während Corona gefunden haben.

Mit langen Spaziergängen und jeder Menge Coffee-to-go begann ihre Geschichte. „Nikolaus ist mein Partner in Crime. Wir sind beide abenteuerlustig“, erzählt die gebürtige Weststeirerin. Burgruinen, nächtliche Schlittenfahrten oder das Erkunden von Drachenhöhlen sind genau ihr Ding.

Ein Ja unter Freudentränen

Und dann war er da, dieser eine Moment auf einer kleinen Insel im Presseggersee östlich von Hermagor, der Heimat von Nikolaus. Er kam mit dem Boot, mit einem selbst gepflückten Blumenstrauß. Barbara saß beim Kaffee, als er sich auf der Wiese vor ihr niederkniete und fragte, ob sie seine Frau werden wolle. „Ich habe vor Freude so geweint, dass er mein Ja zuerst gar nicht verstanden hat und noch einmal nachfragen musste, ob er sich eh nicht verhört hat“, schmunzelt sie.

Den Ehering hatte ihr Nikolaus bereits zwei Monate lang zu Hause versteckt – „wie ein Eichhörnchen“, erzählt Barbara. Immer wieder suchte er neue Verstecke, damit sie ihn nicht zufällig entdecken konnte.

Ein Fest voller Lachen und Leichtigkeit

Der Hochzeitstag war von Leichtigkeit geprägt: von der „bärtigen“ falschen Braut über das Absperren durch Kollegen der Kleinen Zeitung bis zur kirchlichen Trauung mit Vikar Anton Nguyen in der Josefskirche. Nach der standesamtlichen Zeremonie unter alten Bäumen beim Landhof Lazarus in Mooskirchen feierten rund 90 Gäste bis in die Morgenstunden.

„Wir haben jeden Moment genossen und unsere Liebe mit allen geteilt, die wir gernhaben“, sagt Barbara. Geflittert wurde in der Toskana. Das nächste gemeinsame Kapitel hat bereits begonnen: der Bau des eigenen Hauses – begleitet vom Glückssymbol der beiden, dem vierblättrigen Kleeblatt.