Mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von rund 3,5 Millionen Euro werden am Lengholzerbach in der Gemeinde Kleblach-Lind umfangreiche Schutzmaßnahmen umgesetzt. Die Kärntner Landesregierung beteiligt sich mit 910.000 Euro. Ziel ist es, den Siedlungsraum Lengholz sowie wichtige Infrastruktureinrichtungen künftig besser vor Hochwasser- und Murenereignissen zu schützen. „Für die Bewohner in Lengholz bedeutet dieses Projekt mehr Sicherheit für ihr Zuhause, ihre Wege und ihren Alltag. Wir investieren hier in Vorsorge, damit Familien und Betriebe vor Ort mit mehr Vertrauen in die Zukunft blicken können“, sagte Wasserreferentin Landesrätin Marika Lagger-Pöllinger. Das Verbauungsprojekt wird über das Straßenbaureferat von Landeshauptmann-Stellvertreter Martin Gruber mitfinanziert.

Gefahr von Hochwasser und Murenabgängen

Die bestehenden Schutzbauwerke am Lengholzerbach stammen teilweise aus früheren Jahrzehnten und reichen für heutige Anforderungen nicht mehr aus. Insbesondere die Hochwasserereignisse der Jahre 2019, 2020 und 2023 haben den zusätzlichen Handlungsbedarf deutlich gezeigt. Ziel des Projektes ist es, den gefährdeten Siedlungsraum Lengholz sowie wichtige Infrastruktureinrichtungen im Unterlauf besser vor den Auswirkungen eines 150-jährlichen Hochwasserereignisses und möglichen Murenabgängen zu schützen.

Das Projekt wird im Rahmen des Schutzwasserverbandes Goldeck umgesetzt, der mehrere Gemeinden der Region bei Maßnahmen zum Schutz vor Naturgefahren bündelt. Von den insgesamt 910.000 Euro Landesanteil entfallen 700.000 Euro auf Wasserwirtschaft und Wildbachverbauung sowie 210.000 Euro auf Straßen und Brücken. Die Umsetzung der Schutzmaßnahmen ist in den kommenden beiden Jahren vorgesehen.