Nach den Grünen geht auch der steirische SPÖ-Chef mit der Gesundheitskasse ÖGK hart ins Gericht. Denn seit 1. Mai werden Krankentransporte „nur noch bei bestätigter Gehunfähigkeit bewilligt, während Gründe wie fehlende öffentliche Verkehrsmittel oder Begleitpersonen nicht mehr ausreichen“, wie Ralph Schallmeiner, Gesundheitssprecher der Grünen, die Leistungskürzungen kritisiert hat. Das geht auch Lercher gegen den Strich: „Wer krank ist, braucht Unterstützung und keine zusätzliche Belastung.“

Zumal viele Menschen zwar formal gehfähig wären, sie „können aber aufgrund ihrer Erkrankung, Schmerzen oder Therapien öffentliche Verkehrsmittel oder längere Wege schlicht nicht bewältigen“, so Lercher. Er befürchtet, dass „notwendige Arzttermine oder Therapien aus finanziellen Gründen verschoben oder gar nicht wahrgenommen werden könnten.” Die steirische SPÖ fordert, die Satzungsänderung zurückzunehmen.

Laut ÖGK würden die Transportkosten auch nach dem 1. Mai übernommen, wenn „eine medizinisch begründete Gehunfähigkeit vorliegt und diese ärztlich entsprechend bestätigt wird.” Ziel sei es, die Transportkapazitäten „gezielt für medizinisch notwendige Fälle einzusetzen und Wartezeiten zu reduzieren“.
Tatsächlich hat die Österreichische Gesundheitskasse große Budgetprobleme und muss einsparen.