Die Vulkanlandsternwarte feiert heuer 25 Jahre. Für den Obmann des Astroclubs, Günter Kleinschuster, ist das Ziel nach wie vor, der breiten Öffentlichkeit die Themen Astronomie und Raumfahrt näherzubringen. Dabei zeigt sich Kleinschuster den ehemaligen Obmännern des Astroclubs, Hannes Schmidt und Emmerich Frühwirt, besonders dankbar: „Sie haben an jedem schönen Freitag und auch an anderen Tagen in der Woche die Führungen oft für drei Gruppen, manchmal auch nur für zwei Personen durchgeführt.“

Was der Astroclub über die letzten 25 Jahre erleben konnte, waren etwa die partielle Sonnenfinsternis 2003 und auch Mondfinsternisse. Und bei einem seltenen Himmelsschauspiel hatten die Astronomen Wetterglück: dem Vorbeizug des Planeten Venus vor der Sonnenscheibe 2004 und 2012.

Projekte mit der Nasa

Ein besonderes Projekt startete Hannes Schmidt mit dem Planetenwanderweg, berichtet Kleinschuster in einer Aussendung. Er errichtete den Weg mit Jugendlichen aus neun Nationen. Die Wanderung führt von der Vulkanlandsternwarte, wo die Sonne steht, bis zum Zwergplaneten Pluto, dessen Station beim Schloss Kornberg steht.

„Auch bei Öffentlichkeitsprojekten haben wir mitgewirkt, das vielleicht erfolgreichste startete in Zusammenarbeit mit der Nasa“, erzählt Kleinschuster stolz. Im „Earthkam“-Projekt von 2014 bis 2015 konnten Schüler Ziele auf der Erde eingeben. Diese wurden dann von einer handelsüblichen Nikon Kamera aufgenommen – von der internationalen Raumstation ISS aus. Das für Kleinschuster aber wichtigste Projekt sei „Universum im Koffer“ gewesen, ein Projekt der Universitätssternwarte Wien, bei dem mit dem koffergroßen Weltraumteleskop Most der europäischen Weltraumagentur ESA gearbeitet wurde.

Die Vulkanlandsternwarte in Auersbach
Die Vulkanlandsternwarte in Auersbach © Günter Kleinschuster

Führungen für Schulkinder

Seit 23 Jahren wird zudem der Astrokalender veröffentlicht, ausschließlich mit Fotos von Mitgliedern des Clubs. Kleinschusters Leidenschaft sind aber Führungen auf der Sternwarte: „Es gibt nichts schöneres als Schulkindern das Universum näherzubringen.“

Nach dem Jubiläum soll aber noch lange nicht Schluss sein: „Wir hoffen, das 25-jährige Jubiläum mit einem für die Sternwarte wichtigen Schritt abzuschließen – einem Vortragsraum mit sanitären Einrichtungen und Lagerraum. Geplant ist auch eine Feuerkugelkamera, mit der wir helle Sternschnuppen aufzeichnen können und im Verbund mit anderen Sternwarten sogar die genaue Flugbahn berechnen können“, kündigt Kleinschuster an.