Die Feuerwehren sind in Not. Seit Jahren steigen die Anschaffungskosten für Fahrzeuge und andere wichtige Bestandteile für Feuerwehren. Armin Christandl, Bereichsfeuerwehrkommandant-Stellvertreter in Bad Radkersburg, sagte zuletzt im ORF Steiermark-Interview: „Also uns kommt es vor, wenn es rot ist und es steht Feuerwehr drauf, dann wird es automatisch teurer“,

Keine leichte Situation für die Blaulichtorganisation und auch nicht für Gemeinden, die die Verantwortung für die Finanzierung tragen. „Die Kostenexplosion ist ein Wahnsinn, was sich da in den letzten fünf, sechs Jahren getan hat“, sagt Gerhard Rohrer, Bürgermeister von Sankt Veit in der Südsteiermark zum ORF. Das Investment wäre wichtig, , dennoch eine Belastung.

Land sponsert Feuerwehrschule mit Geräten

Christandl wünscht sich eine Mehrwertsteuer-Befreiung für die Feuerwehren. Eine Forderung, die bisher von der Politik nicht erfüllt wird. Trotzdem kommt Hilfe. Am Montagvormittag haben Landeshauptmann Mario Kunasek und Landeshauptmann-Stv. Manuela Khom neue Gerätschaften für den Katastrophenhilfsdienst an die Zivilschutzschule Steiermark in Lebring übergeben.

Der Leiter der Fachabteilung für Katastrophenschutz, Harald Eitner, Landeshauptmann-Stv. Manuela Khom, Landesfeuerwehrkommandant Reinhard Leichtfried und Landeshauptmann Mario Kunasek bei der Übergabe der neuen Gerätschaften für den Katastrophenhilfsdienst. 
Der Leiter der Fachabteilung für Katastrophenschutz, Harald Eitner, Landeshauptmann-Stv. Manuela Khom, Landesfeuerwehrkommandant Reinhard Leichtfried und Landeshauptmann Mario Kunasek bei der Übergabe der neuen Gerätschaften für den Katastrophenhilfsdienst.  © Land Steiermark/Mitteregger;

An der Dringlichkeit mangelt es nicht. Das sagt auch Harald Schaden, Waldbrandexperte der Feuerwehr . „In der Steiermark haben wir in den letzten Jahren sehr viel in der Waldbrandbekämpfung umgesetzt. Die Schulungen wurden adaptiert und auch diese Kleinlöschgeräte wurden bereits angeschafft, aber das heißt nicht, dass das jetzt ausreicht.“ Mehr Löschmittel wären jedenfalls aber noch notwendig. Allein der verheerende Waldbrand in Eisbach-Rein nördlich von Graz zeigt: Feuerwehreinsätze werden mittlerweile größer, nicht kleiner. In Eisbach-Rein waren mehr als 2300 Feuerwehrleute im Einsatz – ein neuer Rekord in der Steiermark.

Erste Teillieferung

Bei den von der Politik übergebenen Gerätschaften handelt es sich um eine erste Teillieferung aus dem insgesamt 25,5 Millionen Euro umfassenden Feuerwehr-Investitionspaket des Landes. Konkret wurden KHD-Ausrüstungen im Wert von rund 3,64 Millionen Euro angeschafft. Dazu zählen unter anderem leistungsstarke Stromaggregate, Hochwasserpumpen, Sandsackfüllmaschinen sowie ergänzende Spezialausrüstung für den Katastropheneinsatz.

Die Katastrophenhilfsdienst-Gerätschaften wurden in Lebring an die steirischen Feuerwehren übergeben. 
Die Katastrophenhilfsdienst-Gerätschaften wurden in Lebring an die steirischen Feuerwehren übergeben.  © Land Steiermark/Mitteregger;

Die neuen Gerätschaften kommen künftig in allen steirischen Regionen zum Einsatz und erweitern die Möglichkeiten der Feuerwehren insbesondere bei Hochwasserereignissen, Stromausfällen und großflächigen Schadenslagen. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass sie schon bald in Einsatz kommen.