Die Spannung beim GAK ist mit dem 4:0-Heimsieg gegen die WSG Tirol abgefallen. Die Erleichterung war direkt nach dem Schlusspfiff zu sehen und zu fühlen. Trainer Ferdinand Feldhofer gab seinen Spielern zwei Tage frei. Die Spieler sollen durchschnaufen, sollen individuell Kräfte sammeln, sollen das tun, womit sie Freude haben. Am Dienstag kehrt der Ernst des Fußballgeschäfts zurück, der in der Phase des Abstiegskampfes beinhart ist. „Da gibt es schon Nächte, in denen du schlecht oder gar nicht schläfst. Abstiegskampf ist eine enorme Belastung, sowohl physisch als auch psychisch“, sagte Thorsten Schriebl. Er kennt den Abstiegskampf und die Auswirkungen aus der vergangenen Saison.

Mit Start der Trainingswoche wird die Spannung wieder hochgefahren. Und damit geht die Achterbahnfahrt der Belastung weiter. „Wir alle müssen diese Woche noch einmal alles andere unterordnen, um am Samstag gegen Altach Teil zwei unseres Vorhabens positiv zu erledigen“, sagte Feldhofer. Mit einem Sieg gegen die Vorarlberger hätte der GAK den Klassenerhalt geschafft. Erst dann würde der Tirol-Sieg richtig wertvoll sein.

Aktuell liegen die Rotjacken vier Punkte vor dem WAC, der heute in Altach zu Gast ist, und drei vor Blau-Weiß Linz. Neun Zähler waren es zwischenzeitlich, die der GAK vom Abstiegsplatz entfernt gewesen war. Damals dachten viele Protagonisten, dass der Ligaverbleib nur noch eine Formsache sei. Man wurde eines Besseren belehrt. Feldhofer erklärt: „Die Spiele, die wir zuletzt verloren haben, sind wir im Angriff die letzten Schritte nicht so gegangen, wie wir es vorher gemacht haben und auch gegen Tirol. Dass wir durchsprinten, auch wenn man den Ball nicht erreicht, dass wir den zweiten Ball gewinnen. Da waren wir im Modus ,in Schönheit sterben‘. Du musst deine Basics erfüllen, dann gewinnst du Spiele, das war gegen die WSG der Fall.“

Jacob Italiano führt den Erfolg gegen die Tiroler auf die Energie innerhalb der Mannschaft zurück und vor allem darauf, dass „wir unseren Plan auf dem Platz durchgezogen haben. Das war in den letzten Spielen ein bisschen anders“, sagte der Australier und verrät, dass man in der Aussprache untereinander eine Lösung gefunden hat. Diese präsentierte die Mannschaft dann auf dem Platz gegen Tirol.

Die Krise ist vorerst abgewendet. Trotzdem „werden wir uns am Montag treffen mit Präsident und Sportdirektor und bereden, was jeder einbringen kann, damit wir am Samstag einen Dreier einfahren können“, sagt der GAK-Trainer.