Ein schrecklicher Unfall ereignete sich am 9. April in Ebenthal im Bezirk Klagenfurt-Land. Ein 16-Jähriger, der in seiner Heimatgemeinde auf einem 125ccm-Leichtmotorrad unterwegs war, kam laut Polizei auf der L100 Miegerer Straße im Ortsteil Rain in einer Linkskurve zu Sturz und rutschte mit beiden Rädern unter einen entgegenkommenden Pkw. Für den 16-Jährigen kam jede Hilfe zu spät. Der Unfall beschäftigt nun die Justiz.

Die Staatsanwaltschaft Klagenfurt (StA) ermittelt wegen des Vergehens der grob fahrlässigen Tötung. Das bestätigt StA-Sprecher Markus Kitz, weist gleichzeitig aber darauf hin, dass es sich um ein Routineverfahren bei derartigen Unfällen handelt. Im Zuge der Ermittlungen sollen der Unfallhergang und die Ursache genau geklärt werden. Ein Alkotest beim Pkw-Lenker aus Deutschland verlief damals negativ. „Aber nicht nur Alkohol oder Drogen können zu einer grob fahrlässigen Tötung führen“, sagt Kitz. Auch überhöhte Geschwindigkeiten, Probleme am Fahrzeug oder schlechte Fahrbahn- und Sichtverhältnisse fallen darunter.

Der Unfall ereignete sich in Rain in Ebenthal
Der Unfall ereignete sich in Rain in Ebenthal © Thomas Hude

Gutachten in Arbeit

Was genau zum Unfall geführt hat, überprüfen derzeit ein Kfz-Sachverständiger sowie eine Gerichtsmedizinerin. Wobei die Bestandsaufnahme des Sachverständigen bereits beendet ist. Ein finales Gutachten wird derzeit noch erstellt. In zwei Wochen könnten die Ergebnisse der Untersuchungen vorliegen.

Laut Polizei stiegen der Pkw-Lenker und seine Beifahrerin nach dem Unfall sofort aus dem Fahrzeug aus und mussten feststellen, dass der 16-Jährige unter dem Auto eingeklemmt ist. Die freiwilligen Feuerwehren Ebenthal, Mieger und Zell-Gurnitz konnten den Jugendlichen befreien. Unmittelbar danach begann das Team des Notarzthubschraubers C11 mit den Reanimationsmaßnahmen, die aber erfolglos blieben. „Mit tiefer Trauer nehmen wir Abschied von dem viel zu kurzen Leben eines unserer ehemaligen Jugendfeuerwehrmitglieder. Wir wünschen allen Hinterbliebenen viel Kraft in dieser schweren Zeit“, schrieb die Freiwillige Feuerwehr Zell-Gurnitz damals auf ihrer Facebook-Seite. Sie selbst stand mit 30 Kameraden im Einsatz.