Wie schafft man es, das Gegenüber von sich oder einem Produkt zu überzeugen und im Gedächtnis zu bleiben? Zentrale Fragen, die nicht nur diejenigen beschäftigen, die im Verkauf arbeiten. Und damit wäre man schon mitten drin im Arbeitsalltag von Wolfgang Lechner, der vor rund zehn Jahren seine eigene Vertriebsakademie gegründet hat. Doch zuallererst war Lechner, der aus Penzendorf stammt, als Elektriker tätig. Unter anderem auch als Betriebselektriker beim LKH Hartberg.

Nebenbei hat er allerdings bereits für eine Versicherungsfirma im Vertrieb gearbeitet. „Und dort habe ich das Verkaufen gelernt“, erinnert er sich zurück. „Wir hatten zahlreiche Schulungen und Workshops, von denen ich heute noch profitiere.“ 2008 kündigte Lechner schließlich seinen Job als Betriebselektriker. „Danach ging es für mich in den Vertriebsaußendienst bei Ecolab“, erklärt der 50-Jährige. 2016 machte sich Lechner, der heute eine eigene Vertriebsakademie leitet, selbständig. Hier bietet er nicht nur Online-Kurse an, sondern auch Nachbesprechungen sowie die Ausarbeitung von Konzepten.

„Nicht nur reden, auch zuhören“

Mittlerweile kann man ihn aber auch für den Außendienst „buchen und mieten“. So hat der Vertriebsexperte einem selbstständigen Techniker erst vor Kurzem geholfen, indem er bei Außenterminen mitgefahren ist und mit Kunden ins Gespräch gekommen ist. „Interesse ist in dieser Branche das Um und Auf“, erklärt der Experte, der 2024 auch im Eigenverlag ein Buch veröffentlicht hat. In „Die Duplikationsformel“ wartet er mit 15 Regeln auf, wie man „hauptberuflich ein stabiles Einkommen im Direktvertrieb und Network Marketing aufbaut“.

Und, wie verkauft man (sich) gut? „Indem man nicht nur redet, sondern auch zuhört.“ Deswegen seien auch Frauen die besseren Verkäuferinnen. Allerdings habe die Sache einen Haken. „Frauen sind die besseren Verkäuferinnen, weil sie besser zuhören. Dann wollen sie allerdings meistens helfen und nicht verkaufen.“