Mut zum Weiterdenken: Die Gewinner des Holzbaupreises

Zadruga 2.0, Ludmannsdorf
Ein Holzbau, der eine ganze Ortsmitte stärkt: Kindertagesstätte, Musikschule, Kulturraum – all das vereint Zadruga 2.0 unter einem Dach. Der Mehrzweckbau öffnet sich über große Glasflächen zum Platz, während das Obergeschoß Rückzug bietet. Die präzise gesetzte Holzfassade fügt sich selbstverständlich zwischen Kirche, Pfarrhof und Gasthaus ein. Der Jury galt das Projekt als Vorzeigeobjekt für hohe Ausführungsqualität, klare Struktur und nachhaltige Gestaltung.

Transformation Vorstadthaus, Klagenfurt, <strong>Architekten: </strong>Hohengasser Wirnsberger Architekten
Transformation Vorstadthaus, Klagenfurt, Architekten: Hohengasser Wirnsberger Architekten © Hohengasser Wirnsberger Architekten

Transformation Vorstadthaus, Klagenfurt
Wie viel Zukunft in bestehenden Wänden steckt, zeigt dieses Projekt eindrucksvoll. Der Altbau wurde gezielt reduziert, neu gegliedert und mit einem Holz-Zubau erweitert. So entstand ein Zuhause mit fließendem Übergang zum Garten und lichtdurchfluteten Räumen. Holz prägt die Atmosphäre auch innen – als unaufdringliches, funktionales Gestaltungsmittel. Die Jury lobte besonders die kluge Verbindung von Alt und Neu sowie die hohe räumliche Qualität, die aus dem behutsamen Umgang mit dem Bestand erwächst.

Sonderpreis: Kultur, Identität und neues Leben im Dorf

Wirt zu St. Peter, Rangersdorf
Wie revitalisierte Tradition aussehen kann, zeigt dieses Ensemble aus saniertem Gasthaus, denkmalgeschützter Tenne und modernem Holz-Zubau. Alte Strukturen wurden bewahrt, neue Nutzungen geschaffen – vom Dorfcafé über Veranstaltungsräume bis zu leistbarem Wohnraum. Möglich wurde das durch eine engagierte lokale Initiativgruppe. Für die Jury ist das Projekt ein Musterbeispiel dafür, wie historisches Erbe, moderne Holzbauweise und regionaler Zusammenhalt ein Dorfzentrum neu beleben können.

Wirt zu St. Peter, Rangersdorf, <strong>Architekten: </strong>Architekturbüro Suntinger
Wirt zu St. Peter, Rangersdorf, Architekten: Architekturbüro Suntinger © Wolfgang Retter

Auszeichnungen: Vielfalt im Holz

Freizeitanlage Badesee Greifenburg
Durch einen Neubau aus Holz und die sensible Sanierung des Bestands wurde die Anlage fit für den Ganzjahresbetrieb. Restaurant, Umkleiden und Aufenthaltsbereiche fügen sich leicht und selbstverständlich in die Umgebung ein – innen wie außen dominiert Holz als verbindendes Element.

Drei Tiroler in Kärnten, Wohnbauprojekt
Drei Holzhäuser, behutsam in einen Obstgarten gesetzt: Terrassen, Laubengänge und sanft ins Gelände eingebettete Baukörper schaffen ein kommunikatives, zugleich naturverbundenes Wohnumfeld. Die Jury lobte besonders die stimmige Maßstäblichkeit und die charmante Wohnqualität.

Waldarena Velden
Ein Sportplatz, der durch Holz zu einem Ort mit Charakter wurde: Überdachte Tribüne, Klubräume und Gastronomie fügen sich zu einer klaren, einladenden Anlage. Viel wurde in Eigenleistung gebaut – ein Beitrag, den die Jury ausdrücklich würdigte.

Kulturhaus Feistritz im Rosental
Mit behutsamer Sanierung und einem neuen Holztrakt entstand ein vielseitiger Mehrzweckraum für Gemeinde und Bevölkerung. Ein hölzerner Arkadengang verbindet Innen und Außen und verleiht dem Ortskern neue Identität.

Anerkennungen: Vom Bahnhof bis zum Mehrgenerationenhaus

Vom modernisierten Bahnhof Arnoldstein über die neue Feuerwehrgarage in Sirnitz bis zu Mehrzweckgebäuden und Wohnprojekten – alle diese Bauten zeigen, wie vielseitig Holz eingesetzt werden kann: als nachhaltige Ergänzung zum Massivbau, als tragendes System oder als Material für wohnliche Innenräume. Auch landwirtschaftliche Projekte wie die Hühnerställe Weberhans beweisen, dass Holz in funktionalen Bauaufgaben seine Stärken voll ausspielt.

Entstanden in Kooperation mit proHolz Kärnten.