Der gesamte Business Talk zum Nachsehen:

„Finanzielle Gesundheit beginnt mit Ehrlichkeit zu sich selbst“, sagte Ferdinand Bucher, Landesdirektor der Wiener Städtischen, beim Business Talk zum Kampagnenauftakt in Klagenfurt. Gemeinsam mit Vertreter:innen aus Bankwesen, Schuldnerberatung, Versicherungen, Wohnbau und Sozialarbeit wurde diskutiert, wie man Menschen helfen kann, den Überblick über ihre Finanzen zu behalten und wie wichtig es ist, schon sehr früh damit zu beginnen.

<strong>Ferdinand Bucher, Wiener Städtische</strong>
Ferdinand Bucher, Wiener Städtische © THOMAS HUDE

Dass finanzielle Bildung dabei nicht erst im Erwachsenenalter beginnen sollte, sondern idealerweise schon in der Kindheit, wurde mehrfach betont. Ein Aspekt, den Mario Drussnitzer von der Kärntner Schuldnerberatung besonders hervorhob: Über Geld werde in Familien kaum noch gesprochen, der Wissenstransfer verschiebe sich zunehmend in den schulischen Raum – was mehr Verantwortung für alle Beteiligten bedeute.

<strong>Mario Drussnitzer, Schuldnerberatung Kärnten</strong>
Mario Drussnitzer, Schuldnerberatung Kärnten © THOMAS HUDE

„Je früher man sich mit dem Thema vertraut macht, desto größer ist die Chance, später selbstbestimmt zu handeln“, ist auch Hans Schönegger von der Privatstiftung Kärntner Sparkasse überzeugt. Das allein reiche aber nicht – auch Erwachsene bräuchten regelmäßige Orientierung. In Kärnten wird deshalb massiv in Projekte investiert, die Finanzwissen alltagsnah vermitteln.

<strong>Hans Schönegger, Privatstiftung Kärntner Sparkasse</strong>
Hans Schönegger, Privatstiftung Kärntner Sparkasse © THOMAS HUDE

Elisabeth Niederer, Geschäftsführerin von Jugend am Werk Kärnten, betonte, dass viele junge Menschen Geld als permanentes Problem erleben, weil es nicht vorhanden ist. Umso wichtiger sei es, ihnen einfache Strukturen und positive Vorbilder zu bieten – und finanzielle Bildung als Teil eines „schönen Lebens“ zu sehen.

<strong>Elisabeth Niederer, Jugend am Werk Kärnten</strong>
Elisabeth Niederer, Jugend am Werk Kärnten © THOMAS HUDE

Ein bewusster Umgang mit dem eigenen Budget sei der Schlüssel zur finanziellen Eigenverantwortung, betonte Manfred Wilhelmer, Vorstandssprecher der Raiffeisen Landesbank Kärnten. Nicht das Einkommen sei in vielen Fällen das Problem, sondern der fehlende Überblick über laufende Ausgaben. Einfache Regeln, Beratung und gezielte Maßnahmen können helfen. Dass an finanzielle Stabilität in unsicheren Lebenslagen gedacht werden muss, unterstrich Rainer Greilberger, Vertriebsleiter der UNIQA. Gerade weil sich nicht alles im Leben planen lässt, seien Vorsorge und die Auseinandersetzung mit gesundheitlichen Risiken tragende Säulen eines sicheren Finanzlebens.

<strong>Manfred Wilhelmer, Raiffeisen Landesbank Kärnten</strong>
Manfred Wilhelmer, Raiffeisen Landesbank Kärnten © THOMAS HUDE

Christian Piber, Geschäftsführer Kärntner Siedlungswerk, unterstrich, wie eng Wohnen und finanzielle Stabilität zusammenhängen. „Wer früh spart, schafft sich eine solide Basis – auch wenn Eigentum immer schwerer leistbar wird.“ Modelle wie Mietkauf seien daher wichtige Alternativen. Denn letztlich geht es bei finanzieller Gesundheit nicht nur um Kontostände oder Verträge, sondern um Lebensqualität. Wer seine Ausgaben versteht, wer Prioritäten setzt, auch einmal bewusst „Nein“ sagt und wer sich informiert, kann Entscheidungen bewusster treffen und Krisen besser bewältigen. Genau das will diese Serie leisten: Wissen vermitteln, Perspektiven eröffnen und konkrete Werkzeuge an die Hand geben, vom ersten Taschengeld bis zur langfristigen Vorsorge.

<strong>Christian Piber, Kärntner Siedlungswerk</strong>
Christian Piber, Kärntner Siedlungswerk © THOMAS HUDE

In den kommenden Wochen nimmt die Kleine Zeitung ihre Leser:innen Schritt für Schritt mit auf eine Reise durch die Welt der Finanzen – verständlich aufbereitet, lebensnah erzählt und mit dem klaren Ziel, Mut zu machen: zum Nachfragen, zum Umdenken, zum Anfangen. Denn wer sich früh mit Geld beschäftigt, schafft sich nicht nur ein finanzielles Polster, sondern vor allem eines: Sicherheit und Freiheit für die Zukunft.

<strong>Rainer Greilberger, UNIQA</strong>
Rainer Greilberger, UNIQA © THOMAS HUDE

Im nächsten Teil von „Finanzfit“ geht es um das effiziente Sparen von Geld im Alltag.

Diese Serie erscheint als Medienkooperation der Kleinen Zeitung und wird von den teilnehmenden Unternehmen finanziell unterstützt.