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Handel, Gewerkschaft, GreenpeaceSchulterschluss gegen Amazon: Härtere Regeln in Österreich gefordert

Handel, Gewerkschaft und Greenpeace fordern von der Regierung Sofortmaßnahmen gegen den massiv wachsenden Handelsgiganten Amazon, darunter eine fiktive Gewinnbesteuerung. Man dürfe nicht mehr auf die EU warten.

© (c) AFP (DANIEL LEAL-OLIVAS)
 

Für viele Konsumenten ist Amazon gerade der Retter der Weihnachtsgeschenke. Der österreichische Online-Handel dürfte weit weniger von der Bestell-Flut infolge der Corona-Pandemie profitieren als der US-Konzern. "Dramatisch" sei die aktuelle Entwicklung für die heimischen Unternehmen, so Handelsverband-Geschäftsführer Rainer Will. Für die GPA-Vorsitzende Barbara Teiber nimmt die Marktmacht von Amazon inzwischen "ein ungeahntes Ausmaß" an. Ohne eine Eindämmung gebe es vielerorts bald gar keine Alternativen mehr. Teiber: "Wir brauchen Gesetze, um diese Monopolstellung zu durchbrechen."

Kommentare (10)
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CWM61
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Jeder kann....

Typisch Österreich, jammern aber nichts auf die Beine stellen! Ein paar jämmerliche Versuche die sich als Rohrkrepierer erwiesen haben!
Was erwarten sich alle, wenn alles zu hat? Dann kauft man dort wo es alles gibt und das noch ohne Probleme bei Bezahlen und liefern! Vieles kommt sogar ohne Lieferkosten die bei kleinen Bestellungen oft gleich teuer sind als der Warenwert.... Man kann jammern oder aber denen die es vorzeigen nachmachen lieber österreichischer Handel!

rh222
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Betrifft Onlinehandel

Ich verstehe das ganze Herumgejammere überhaupt nicht. Es hat jeder Händler in Österreich die Change einen Onlinehandel zu eröffnen und Amazon die Stirn zu bieten. Wenn er die selben Konditionen und unbürokratischen Rücknahmebedingungen sowie angemessene Versandoptionen anbietet, werden auch viele da einkaufen. Und ausserdem leben wir in einem vereinten Europa. Österreich will da schon wieder einen Alleingang starten und sein eigenes Süppchen kochen. Dieser Schuss geht sicher wieder nach hinten los, da zu voreilig und unüberlegt. Ausserdem führt Amazon so und so die 20% MWSt in Österreich ab. Also stimmt das mit der Steuer schon gar nicht. Wir werden alle von oben gesteuert wie die Marionetten. Aber jetzt muss man halt die Kosten von Corona wieder hereinbringen und Not macht erfinderisch - siehe auch neue NOVA Regelung ab 2021 - das gibts auch nur in Österreich - einfach frech.

feringo
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Schafft endlich gerechte Handelsmärkte!

Eine Lösung muss Europa schaffen, dabei sind Sanktionen für jene Länder zu setzen, die Fürst von Amazon und anderen Steuervorteile gewähren. Bis dahin haben die Nationalstaaten einzugreifen.

Smusmu
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Alternativen?

Leider gibt es auch nicht wirklich Alternativen. Jeder macht seinen eigenen Kram. Überall musst dich neu registrieren. Unzählige Passwörter und Benutzerkonten. Das einzige was der österreichische Handel im letzten halben Jahr zustande gebracht hat, ist herumjammern und "Kaufhaus Österreich". Beides leider direkt für die Mülltonne.

melahide
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Es ist

ja Shopping auch schon in die Hose gegangen,. Da hab ich zwar ein Konto und kann bei den Händlern kaufen, aber ich muss trotzdem immer über Betrag X kommen. Und wenn ich dann ein paar "Kleinteile" brauche, die ich im stationären Handel kaum bekomme oder nur mit einer langwierigen Suche im Geschäft .. is das blöd. Verstehe ich alles.

Aber versucht einmal zB zum MediaMarkt zu gehen und dort ... ein USB Kabel zu kaufen. Da hab ich dann USB A auf USB C, USB Dings auf das, USB hier auf da ... oder eine Druckerpatrone. Geh ich dann zum Verkäufer: "Ich brauch für den Drucker eine Patrone". Er so. "Wir haben so viel, da kann ich mich nicht aus ... "

hbratschi
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hast recht, smusmu,...

..."kaufhaus österreich" und jammern ist "für die tonne". nur, darum geht es hier nicht, sondern darum, dass jeder österreichische händler steuern zahlen muss und amazon eben nicht. das ist nicht nur wettbewerbsverzerrend sondern völlig daneben. mal ganz abgesehen davon, dass ich schon lieber österreichische unternehmer unterstütze als irgendwelche globalen riesenkonzerne...

Stadtkauz
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Bitte nicht vergessen

Wir sind so stolz auf ein geeintes Europa. Deshalb sollten wir Folgendes nicht vergessen: Wenn Österreich sich quer legt, werden die Ressourcen aus Österreich abgezogen und der Markt von Deutschland oder einem anderen Nachbarstaat aus bedient. Die österreichischen Kunden werden trotzdem bei Amazon weiter kaufen. Das Sortiment, die Lieferzeiten und der Kundenservice bei Problemen sind Argumente für Amazon, die man sachlich nicht widerlegen kann. Amazon ist nicht ohne Grund so groß geworden. Günstige Preise sind es schon lange nicht mehr. Das mit den billigen Preisen machen jetzt andere. Und die haben auch schon die Türen zum österreichischen Versandmarkt geöffnet. Alibaba, Aliexpress, Wish etc. stehen Gewehr bei Fuß.

hbratschi
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dass konzerne,...

...,wie eben amazon, schon beinah pervese reichtümer anhäufen können und dafür auch noch "steuerschonende" schlupflöcher geboten bekommen, wär schon längst abzustellen. jeder "kleine maxi" wird zur steuerkasse gebeten und die "riesen" werden immer fetter. ein bisserl wie in der "guten alten zeit" der raubritter...

melahide
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Und für

Die Großkonzerne die in Österreich Steuern zahlen hat der Basti vor, diese von 25 auf 21 % zu senken. Zahlen Sie als kleiner Einzelunternehmer mal Sozialversicherung und Einkommenssteuer. Und die Bürokratie dazu. Man kann fast nichts mehr alleine machen weil es komplexe Regeln gibt, Ausnahmen, Sonderausnahmen..., hier, dort, da. Für alles braucht man schon Experten. Einzelunternehmer könnten - im kleinen Rahmen - wie Landwirte pauschaliert werden ..

melahide
6
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Der

Kunde in all seiner Herrlichkeit, der immerhin sich gibt „der Markt regelt das schon“, hat in den letzten Jahren - nachdem die staatlichen Monopole aufgebrochen wurden - private Monopole geschaffen. Alle kaufen bei Amazon, alle verwenden Google, alle sind bei WhatsApp und Facebook, alle gehen zu Spar, Rewe oder Hofer, alle sind bei Netflix ...