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Nur Apple enttäuschtPandemie lässt Gewinne bei Amazon, Google und Facebook sprudeln

Corona-Pandemie kurbelt Geschäft von Online-Versandhändler an. Google-Mutter Alphabet steigert Gewinn auf 11,2 Milliarden Dollar. Facebook steigert Umsatz und Gewinn erneut stark.

© AFP
 

Der US-Onlineriese Amazon profitiert weiter von der Corona-Pandemie. Im dritten Quartal verdreifachte sich der Gewinn des Konzerns im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 6,3 Milliarden Dollar (5,4 Milliarden Euro), wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Der Umsatz erhöhte sich um 37 Prozent auf 96 Milliarden Dollar.

Dem weltgrößten Online-Versandhändler kommt zugute, dass die Menschen wegen der Pandemie weltweit mehr im Internet bestellen. Auch bei den Cloud-Diensten verzeichnete Amazon nach eigenen Angaben Zuwächse.

Nettogewinn schoss um fast 60 Prozent in die Höhe

Boomende Werbeeinnahmen und ein starkes Cloud-Geschäft haben im dritten Quartal trotz Corona-Pandemie beim Google-Mutterkonzern Alphabet für einen Gewinnsprung gesorgt. Der Nettogewinn schoss im Jahresvergleich um fast 60 Prozent auf 11,2 Milliarden Dollar (9,6 Milliarden Euro) in die Höhe, wie der Internet-Gigant am Donnerstag nach US-Börsenschluss in Mountain View mitteilte. Die Erlöse wuchsen um 14 Prozent auf 46,2 Milliarden Dollar.

Nach einem Dämpfer im Vorquartal lief das Anzeigengeschäft von Google - Alphabets Haupteinnahmequelle - wieder rund und trug mit 37,1 Milliarden Dollar den größten Anteil zum Umsatz bei. Daneben florierten auch die Werbeerlöse der Video-Tochter Youtube und das Cloud-Geschäft mit IT-Diensten und Speicherplatz im Internet. Die Ergebnisse übertrafen die Erwartungen deutlich, die Aktie reagierte nachbörslich mit zunächst mit einem Kurssprung.

Gewinn von 7,85 Milliarden Dollar - Plus von 29 Prozent

Facebook hat in einem weiteren Quartal der Corona-Krise getrotzt. Der vor allem mit Werbung erzielte Umsatz des Online-Netzwerks stieg im Jahresvergleich um 22 Prozent auf 21,2 Milliarden Dollar. Unterm Strich blieb ein Gewinn von 7,85 Milliarden Dollar übrig - ein Plus von 29 Prozent.

Die Zahl der täglich aktiven Facebook-Nutzer stieg binnen drei Monaten um 30 Millionen auf rund 1,82 Milliarden, wie das Online-Netzwerk nach US-Börsenschluss am Donnerstag weiter mitteilte. Auf mindestens eine App aus dem Konzern - wie Instagram und WhatsApp - greifen täglich 2,54 Milliarden Nutzer zurück.

Einen großen Teil der Facebook-Werbekunden machen kleine und mittlere Unternehmen aus. Viele von ihnen - wie etwa Cafés oder Restaurants - wurden hart von der Pandemie getroffen. Deswegen war befürchtet worden, dass sie ihre Ausgaben für Anzeigen zurückfahren. Zugleich hatte es im Juli ein Werbeboykott großer Werbekunden aus Protest gegen Hassrede auf der Plattform gegeben.

Jetzt betonte Facebook aber, dass man vom Wechseln des Geschäfts in vielen Bereichen in die digitale Welt profitiere. Zugleich sehe man sich für das Jahr 2021 weiterhin mit viel Unsicherheit konfrontiert.

Apple enttäuscht mit iPhone-Umsatz

Der Technologiekonzern Apple hat im vierten Geschäftsquartal einen größeren Einbruch beim Umsatz des iPhones erlitten als von Experten erwartet. Dieser sei um 20,7 Prozent auf 26,4 Milliarden Dollar zurückgegangen, teilte der US-Konzern nach Börsenschluss mit. Analysten hatten dagegen ein Minus von 16,2 Prozent erwartet.

Verspätetes iPhone 12 kostet Apple Milliarden

Der verzögerte Marktstart des iPhone 12 hat Apple einen Gewinnrückgang im vergangenen Quartal beschert. Der Konzern verdiente knapp 12,7 Milliarden Dollar - 7,4 Prozent weniger als ein Jahr zuvor.

Die neuen iPhone-Generationen stellt Apple seit Jahren im September vor - damit tragen sie traditionell noch zum Erlös des Quartals bei. In diesem Jahr verzögerte sich die Entwicklung aber angesichts der Corona-Krise und die vier Modelle des iPhone 12 wurden erst im Oktober präsentiert. Der iPhone-Umsatz sackte nun im Jahresvergleich um ein Fünftel auf rund 26,4 Milliarden Dollar ab. Das lag unter den Erwartungen der Analysten.

Die spannende Frage wird nun sein, ob das Weihnachtsquartal für das iPhone genauso stark läuft wie gewohnt - oder ob sich für Apple ein größeres Problem in dem Geschäft abzeichnet. Die Apple-Aktie verlor im nachbörslichen Handel zeitweise rund vier bis fünf Prozent.

Das iPhone ist nach wie vor das wichtigste Apple-Produkt, sein Anteil am Geschäft des Konzerns war nun aber so niedrig wie schon lange nicht mehr.

Der Gesamtumsatz und Gewinn lagen zwar über den Schätzungen. Allerdings fiel die Apple-Aktie im nachbörslichen Handel zunächst um etwa fünf Prozent.

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