Das Jahr 2020 wird für die Bahn wirtschaftlich schwierig. „Wo wir im Wettbewerb mit anderen stehen, werden wir uns bei den Fördertöpfen anstellen müssen“, sagt ÖBB-Chef Andreas Matthä im Gespräch mit der Kleinen Zeitung. Konkret wird gerade an Plänen gearbeitet, in welchen Bereichen Mitarbeiter für Kurzarbeit angemeldet werden müssen. Das könnte ab April rund ein Drittel der 35.000-köpfigen Belegschaft in Österreich treffen. „Wir erleiden jeden Werktag einen Umsatzverlust von zehn Millionen Euro“, so Matthä. „Im Güterbereich beginnt ausgehend von den Automotive-Unternehmen eine Kettenreaktion. Die Autoindustrie ist praktisch zum Stillstand gekommen.“
Andreas Matthä
ÖBB-Chef: „Wir können die Bahn ja nicht einfach zusperren“
Wahrscheinlich für bis zu 12.000 Mitarbeiter Kurzarbeit: Der Bahn sind 90 Prozent des Passagieraufkommens weggebrochen, jetzt geht es auch im Güterverkehr bergab.
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