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Wifo/IHSÖsterreichs Wirtschaft rutscht heuer in Rezession

Dienstleistungsbranche besonders stark betroffen, privater Konsum sinkt. Wifo erwartet "fast vollständigen Ausfall der Tourismus-Nächtigungen" zwischen Mitte März und Mitte Juni.

PK WIRTSCHAFTSFORSCHUNGSINSTITUT (WIFO) UND INSTITUT FUeR HOeHERE STUDIEN (IHS) 'KONJUNKTURPROGNOSE 2018 UND 2019': BEDELT / KOCHER/HOFER
Badelt Kocher © APA/HERBERT PFARRHOFER
 

Die Wirtschaftsforscher des IHS und Wifo mussten für ihre Konjunkturschätzungen aufgrund der Coronakrise viele Annahmen mit hoher Unsicherheit treffen. "Das genaue Ausmaß der wirtschaftlichen Schäden durch das Coronavirus lässt sich gegenwärtig nur sehr schwer beziffern", schreiben die IHS-Ökonomen in ihrer am Donnerstag veröffentlichten Prognose.

Kaum Anhaltspunkte für Verlauf der Krise

"Zudem gibt es aus der jüngeren Vergangenheit kaum Anhaltspunkte für den Verlauf einer derartigen Krise", so die Wifo-Ökonomen. Wenn die umfassenden Maßnahmen der Regierung zur Virus-Eindämmung länger als April dauern, dann wird Österreichs Wirtschaft noch stärker schrumpfen. "Sollte der partielle Wirtschaftsstillstand einen Monat länger dauern, dann könnte das BIP im Jahr 2020 um rund 5 Prozent sinken", erwarten die IHS-Volkswirte.

Der Coronavirus-Schock trifft die heimischen Wirtschaftsbranchen unterschiedlich stark. Die temporären Schließungen der meisten Handels- und Dienstleistungsbetriebe zur Virus-Eindämmung drückt den privaten Konsum. Am Bau und in der Industrie gibt es Produktionsausfälle.

Besonders hart getroffen von der Coronakrise sind die Branchen Tourismus, Gastronomie, Handel, Verkehr, Unterhaltung und Freizeit und persönliche Dienstleistungen. Die Wifo-Ökonomen rechnen in ihrem Szenario mit "einem fast vollständigen Ausfall der Nächtigungen zwischen Mitte März und Mitte Juni 2020". Danach könnte es eine rasche Erholung geben. "Der Inlandstourismus dürfte sich dabei rascher erholen als die Nachfrage aus dem Ausland, da etwa Destinationen in Norditalien durch heimische Ziele substituiert werden", so die aktuelle Einschätzung.

Sollte eine Normalisierung bis zum Sommer eintreten, dann rechnen die Ökonomen mit einer positiven Wirtschaftsentwicklung im Herbst und im nächsten Jahr.

Hohe Unsicherheit

Die Wirtschaftsforscher des IHS und Wifo mussten für ihre Konjunkturschätzungen aufgrund der Coronakrise viele Annahmen mit hoher Unsicherheit treffen. "Das genaue Ausmaß der wirtschaftlichen Schäden durch das Coronavirus lässt sich gegenwärtig nur sehr schwer beziffern", schreiben die IHS-Ökonomen in ihrer am Donnerstag veröffentlichten Prognose.

"Zudem gibt es aus der jüngeren Vergangenheit kaum Anhaltspunkte für den Verlauf einer derartigen Krise", so die Wifo-Ökonomen. Wenn die umfassenden Maßnahmen der Regierung zur Virus-Eindämmung länger als April dauern, dann wird Österreichs Wirtschaft noch stärker schrumpfen. "Sollte der partielle Wirtschaftsstillstand einen Monat länger dauern, dann könnte das BIP im Jahr 2020 um rund 5 Prozent sinken", erwarten die IHS-Volkswirte.

Der Coronavirus-Schock trifft die heimischen Wirtschaftsbranchen unterschiedlich stark. Die temporären Schließungen der meisten Handels- und Dienstleistungsbetriebe zur Virus-Eindämmung drückt den privaten Konsum. Am Bau und in der Industrie gibt es Produktionsausfälle.

Besonders hart getroffen von der Coronakrise sind die Branchen Tourismus, Gastronomie, Handel, Verkehr, Unterhaltung und Freizeit und persönliche Dienstleistungen. Die Wifo-Ökonomen rechnen in ihrem Szenario mit "einem fast vollständigen Ausfall der Nächtigungen zwischen Mitte März und Mitte Juni 2020". Danach könnte es eine rasche Erholung geben. "Der Inlandstourismus dürfte sich dabei rascher erholen als die Nachfrage aus dem Ausland, da etwa Destinationen in Norditalien durch heimische Ziele substituiert werden", so die aktuelle Einschätzung.

Sollte eine Normalisierung bis zum Sommer eintreten, dann rechnen die Ökonomen mit einer positiven Wirtschaftsentwicklung im Herbst und im nächsten Jahr.

Kommentare (2)

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kalwanger
7
2
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Eine Branche wurde vergessen!

Die niedergelassenen Ärzte und damit die gesundheitliche Nahversorgung steht vor dem Zusammenbruch.
Alle Arztpraxen sind leer, die jungen Ärzte können ihre Kredite nicht mehr bedienen, die Arzthelfer werden auf Kurzarbeit geschickt!

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Foks
8
3
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deswegen weiter so

mit Vollgas in die Wirtschaftskrise - dann wird es vielleicht auch am Ende die Gesundheitskrise welche das alles rechtfertigt (wenn wir nicht bald auf die Jährlich 250.000 Influenzafälle/Jahr kommen, dann werden langsam einigen die Argumente ausgehen)

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