Die EU-Kommission hat am Dienstag einen weitreichenden Vorschlag zum Schutz der europäischen Stahlindustrie vorgelegt. So sollen jährlich nur noch 18,3 Millionen Tonnen der wichtigsten Stahlimporte zollfrei auf den EU-Markt gelangen – deutlich weniger als noch im vergangenen Jahr. Über diese Kontingente hinaus soll ein 50-prozentiger Zoll fällig werden, das entspricht einer Verdoppelung des bisherigen Zollsatzes. Die EU will die europäische Stahlindustrie so vor der billigeren Konkurrenz aus China schützen. Bevor die neuen Regeln in Kraft treten können, müssen auch das Europaparlament und die EU-Staaten zustimmen. Es gehe darum, die europäischen Stahlproduzenten und Arbeitsplätze zu retten, so die EU-Kommission.
EU-Schutzzölle für Stahl
Voestalpine-Chef: „Wichtiger Schritt zur Eindämmung der Importschwemme“
Die EU-Kommission hat eine deutliche Ausweitung der Stahlzölle vorgeschlagen. Voestalpine-Vorstandschef Herbert Eibensteiner begrüßt den Plan. Zur Sicherung der europäischen Stahlindustrie seien aber weitere Maßnahmen nötig, so sein Appell.
© APA/HELMUT FOHRINGER