Taschentücher“, sagt Christian Schumacher, „sind mein wichtigstes Werkzeug.“ Denn im Büro des Schuldenberaters kullern regelmäßig die Tränen. Vorstellig wird bei ihm der Querschnitt der Gesellschaft: „Den typischen Schuldner gibt es nicht“, sagt er. „Zu uns kommen normale Leute – manche wurden krank, andere arbeitslos.“ Was sie eint: Über Geldsorgen zu sprechen, fällt ihnen schwer. „Niemand soll davon wissen – weder Nachbarn noch Freunde.“ Schumacher erzählt von einer Familie, die aus Scham ihren Urlaub im Keller verbracht haben soll. „Ein Großstadtmythos, ja natürlich, aber er sagt viel aus.“
Finanzbildung
Kinder sollen mehr über den Umgang mit Geld lernen – aber wie?
Reportage.
Zu wenig Finanzbildung bei Kindern: Woran es fehlt, was es braucht. Warum es selbst in der europäischen Finanzhochburg an der Umsetzung hapert und wo Österreich bei der Finanzbildung steht.
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