Wer sich die jüngste Analyse des Vergleichsportals "Durchblicker" durchliest, dem wird ganz mulmig, um nicht zu sagen: Es reißt einem den Boden (der Wohnung) unter den Füßen weg. "Durchblicker" hat durch die aktuellen Zinserhöhungen und die Immobilienpreise geblickt und kommt zu dem Schluss, dass neues Eigenheim in Österreich "innerhalb eines Jahres de facto unleistbar geworden ist". Immobilienfinanzierungs-Experte Andreas Ederer spricht vom "schnellsten Zinsanstieg der Nachkriegszeit in Österreich". Innerhalb von zwölf Monaten stiegen die Zinsen um vier Prozentpunkte. Daher kratzen die Immo-Kredite (bei Neuvergabe im variablen Bereich) nun an der Fünf-Prozent-Marke. "Eine fatale Kostenfalle für viele Haushalte", sagt Ederer. Denn die Hälfte der derzeit aushaftenden Immo-Kredite in Österreich sind: variabel verzinst.
Wird Wohnen unleistbar?
"Radikales Marktversagen": 70 Prozent des Haushaltseinkommens für den Kredit
Immobilienpreise haben sich binnen 25 Jahren verdreifacht. Die schnellste Anhebung der Notenbank-Zinsen seit 1945 macht neues Eigenheim endgültig unfinanzierbar, errechnete das Vergleichsportal "Durchblicker".
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