Die Belebung der Nebensaisonen ist ein großes Thema für den Kärntner Tourismus. Das GTI-Treffen brachte zwar viel Leben, doch auch viel Ärger bei Einheimischen und anderen Gästen. Daher sind die Reaktionen auf das Aus nach vier Jahrzehnten in der Kärntner Wirtschaft gespalten. Kärnten Werbung-Chef Klaus Ehrenbrandtner spricht von einer "lokalen Entscheidung, die wir akzeptieren müssen". Man werde in Zukunft "für das Zeitfenster alternative Gästegruppe ansprechen müssen". Veranstaltungen seien nicht nur nach ihrer Wertschöpfung, sondern auch nach ihrer Strahlkraft, die auf die Marke Kärnten einzahlt, zu bewerten.
Konkrete Auswertungen gibt es zur Wertschöpfung des GTI-Treffens nicht. "Doch man kann von bis zu 20 Millionen Euro ausgehen", bestätigt Wolfgang Kuttnig, Geschäftsführer der Fachgruppe Tourismus in der Wirtschaftskammer. Nicht nur die Beherbergungsbetriebe, auch Lebensmittel- und Textilhandel, Ausflugsziele und Tankstellen hätten von den Autofans profitiert. Bei etlichen Unternehmern sei der Unmut über das Aus groß. "Jetzt stellt sich die Frage, wie wir das kompensieren", sagt Kuttnig.
Aus vom GTI-Treffen
"20 Millionen Euro Wertschöpfung brechen uns weg"
Bei etlichen Kärntner Unternehmen kommt das Ende des GTI-Treffens nicht gut an. Doch es gibt auch Stimmen, die über das Aus erleichtert sind und ruhigere Veranstaltungen forcieren wollen.
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