Bauen hat sich im vergangenen Jahr kräftig verteuert. Im Schnitt sind die Baukosten 2022 um 10 Prozent gestiegen, wobei sich die Kosten im Straßenbau im Jahresdurchschnitt um 17 Prozent, im Brückenbau um 12 Prozent und im Siedlungswasserbau um 13 Prozent im Vergleich zu 2021 erhöht haben, gab die Statistik Austria am Freitag bekannt.

Zu Jahresende hat sich die Dynamik etwas abgeschwächt. "Im Dezember 2022 gingen die Kosten im Vergleich zu November in sämtlichen Bausparten zurück, nachdem auch schon im November die Kosten leicht unter denen des Vormonats lagen", so Statistik-Austria-Generaldirektor Tobias Thomas.

Kostenanstieg bei Stahlprodukten

Verantwortlich für den Anstieg bei den Baukosten sei insbesondere ein Kostenanstieg in den durch Stahlprodukte geprägten Warengruppen gewesen, was sich insbesondere im Brückenbau niedergeschlagen habe, so die Statistik Austria. Auch die Kosten für Kunststoffwaren seien im Jahr 2022 erheblich gestiegen. Im Wohnhaus- und Siedlungsbau seien zusätzlich auch Holz, Polystyrol und Schaumstoffplatten beträchtliche Kostentreiber gewesen. Die Tiefbausparten wiederum hätten die Kostensteigerungen bei Diesel, Treibstoffen und bituminösem Mischgut zu spüren bekommen.

Video: Mieten und kaufen - Welcher Millennial kann sich das noch leisten?

Mehr zum Thema