Ein Blick in jeden x-beliebigen Supermarkt belegt: Es mangelt nicht an Weinen: Flaschen von nah und fern, Sonderangebote, viele bunte Etiketten. Gleiches gilt für all die Lebensmittel, die in den Regalen lagern. Eigentlich bedarf es keiner regionalen Köstlichkeiten, um satt zu werden. Doch wer möchte schon auf Lebensmittel aus heimischer Provenienz verzichten? Deren hohe Qualität, vor allem das Wissen um ihre Herkunft, machen jedes einzelne Gericht wertvoller.

Was bei Hadn, Speck, Gemüse, Milch, Honig & Co. keiner Erklärung mehr bedarf – je weniger Kilometer diese zurücklegen mussten, desto besser – ist beim Wein noch nicht angekommen. Kärntner Wein gilt vielen als exotisch, zu teuer und qualitativ fragwürdig. Der Ruf hinkt der Realität weit hinterher. Professionalität der Weinmacher und Qualität ihrer Erzeugnisse brauchen meist keinen Vergleich mehr zu scheuen. Im Gegenteil.

Woran es hapert, ist die Sichtbarkeit des Kärntner Weinbaus. Mit Reben
bepflanzte sanfte Hügel sind im Landschaftsbild noch rar. Es liegt an den Weinbauern, aus dem Schatten vermeintlich übermächtiger Nachbarn zu treten. Und an den Konsumenten, diese Früchte tragende Pionierarbeit der letzten 50 Jahre im Kärntner Weinbau zu würdigen.