Die Musterhauspark GmbH mit Standorten in Graz, Eugendorf und Haid hat Insolvenz angemeldet. Laut Informationen des AKV und des KSV1970 hat das Unternehmen mit 18 Mitarbeitern Verbindlichkeiten in Höhe von 9,4 Millionen Euro. Betroffen sind 40 Gläubiger, die größten Summen sind Außenstände bei Banken. Geplant ist eine Sanierung des Unternehmens.

Als Grund für die Insolvenz wird der Rückgang des Bedarfs an Musterhäusern angeführt, da es inzwischen weniger Anbieter von Fertighäusern gebe. Immer mehr Kunden nehmen auch die Möglichkeit wahr, individualisierte Fertighäuser zu planen. Weiters führte die Insolvenz der Tochtergesellschaft Scalahaus Holzbau GmbH zu erheblichen Erlöseinbußen.

Zum Insolvenzverwalter wurde der Salzburger Rechtsanwalt Johannes Hirtzberger bestellt.

Weiterführung

Das Unternehmen vermietet Flächen an die unterschiedlichen Fertighausfirmen. Diese betonen, dass es der Branche gut gehe und die Insolvenz in keinem Zusammenhang mit den Fertighausherstellern stehe. Im Gegenteil: Die Hersteller Elk, Genböck, Griffner, Haas Haus, Hartl Haus, Vario Bau und Wolf Haus wollen alle drei Standorte samt Mitarbeitern übernehmen und werden wohl den Sanierungsplan des Unternehmens mit einer 20-Prozent-Quote finanzieren. Diesbezüglich seien die Verhandlungen mit dem Verkäufer und den finanzierenden Banken bereits weit fortgeschritten und ein Angebot wurde gelegt.

"Die Übernahme der Branchenleader erlaubt es den Musterhausparks noch stärker die hohe Qualität, das ökologische Bausystem und vor allem die Sicherheit im Hausbau in den Fokus zu stellen", erklärt Christian Murhammer, Geschäftsführer des Österreichischen Fertighausverbands.