Acht Prozent PlusViel mehr Lkw-Verkehr: Höherer Gewinn bei Asfinag

Im Vergleich zum Vorjahr legte der Lkw-Verkehr 2021 um acht Prozent zu. Das brachte der Asfinag deutlich mehr Einnahmen aus der Lkw-Maut.

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Symbolbild © APA/HERBERT PFARRHOFER
 

Wegen des stark gewachsenen Lkw-Verkehrs in Österreich hat die Asfinag 2021 deutlich höhere Mauterlöse erwirtschaftet. Heuer waren es 2,3 Milliarden Euro, das entspricht einem Plus von 194 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr 2020, teilte die Asfinag mit. Von den Erlösen machte rund 1,6 Milliarden Euro die Lkw-Maut aus. Der Lastwagen-Verkehr hat heuer trotz der Coronapandemie zugenommen.

"Wir hatten bei der Fahrleistung der Lkw ein starkes Plus von in Summe über acht Prozent über das ganze Jahr gerechnet", sagte Asfinag-Vorstand Josef Fiala am Montag im Ö1-Mittagsjournal des ORF-Radios. Die hohen Einnahmen mit der Lkw-Maut schlagen sich auch positiv auf den Gewinn nieder. Ursprünglich rechnete die Asfinag beim Jahresüberschuss mit 658 Millionen Euro, nun dürften es aber rund 100 Millionen Euro mehr werden.

Weiterer Anstieg

Auch im kommenden Jahr dürfte das LKW-Verkehrsaufkommen weiter zulegen. Die Asfinag rechnet mit einem Plus von rund einem Prozent. Beim Pkw-Verkehr würden dagegen viele Urlaubsfahrten wegfallen, dementsprechend werde es hier einen deutlichen Rückgang geben.

Heuer wurden 1,1 Milliarden Euro in Österreichs Autobahnen und Schnellstraßen investiert. In den kommenden sechs Jahren wolle die Asfinag mehr als 4 Milliarden Euro in Sanierung und 3 Milliarden in den Neubau von Straßen stecken. An die Republik Österreich sollen laut Fiala 200 Millionen Euro Dividende ausgeschüttet werden.

Zum Thema Lobautunnel sagte Fiala im Mittagsjournal, dass das Projekt "nicht endgültig" tot" sei. Das Projekt sei im Bauprogramm der Asfinag unverändert enthalten, "allerdings derzeit nicht ausgepreist mit einer konkreten Bauaktivität", so Fiala.

Kommentare (10)
hofmannn
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Bezahlt ohne Nutzung

Die Jahreskartenbesitzer haben bezahlt und konnten Dank Lockdowns die Leistungen der ASFINAG nicht nutzen. Geld gibt's keines zurück, dafür mehr Bonus für die Vorstände.

Voll bezahlt für keine Leistung. Vielen Dank

ASchwammerlin
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Interessanterweise

hört man betreffend LKW Verkehr von den Klimaaktivisten fast nichts!

ronin1234
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Reaktion

Mich würde interresieren wieviel Altschulden die Asfinag hat?

Bukowski
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Seit 2010

gibt es die Asfinag im jetzigen Konstrukt, und seit dem werden auch immer schwarze Zahlen geschrieben (im hohen 3 Stelligen Mio Bereich), davor hat der operative Zweig den einzelnen Ländern gehört, von da kommt auch ein Großteil der Schulden.

Tinu
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an alle die den schwerverkehr hassen (ja hassen)

wo und wie kommen denn die ganzen online bestellten güter her und zu euch nach hause? und sollte mal kein lockdown sein, bedenkt mal wie der handel -die industrie zu ihren gütern kommt? und ja, es sitzen immernoch menschen in den fahrzeugen die für diese güter unterwegs sind.

Peterkarl Moscher
5
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Umstieg auf die Bahn mitfinanzieren !

Die Gebühren für die LKW sind deutlich anzuheben und aus der Differenz sollte man
die Bahntransporte verbilligen. So wie derzeit werden wir die Klimaziele nie erreichen.
Um das Ausweichen auf Bundesstraßen zu vermeiden sollte auch hier eine LKW Maut
eingeführt werden. Tolle Bahn Card für alle Österreicher, super , aber die LKWs
verstinken weiter die Umwelt.

dude
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Da die Asfinag uns Steuerzahlern gehört,

... sollte sie gesetzlich dazu verpflichtet werden, diese Gewinne zweckgebunden in Lärm- und Anrainerschutzmassnahmen zu investieren!

Patriot
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Der LKW - Verkehr gehört zurückgedrängt!

ALLE Transitgüter müssen ausnahmslos auf die Bahn!

kritik53
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wodurch

sich natürlich die Lieferzeit verlängert. Außerdem kommt in ländlichen Gebieten schwer ein Güterzug mit Lebensmitteln und Heizöl vorbei.
Bei diversen Transitgütern kann man diesem Argument zustimmen, aber die Verallgemeinerung ist weder praktisch noch technisch umsetzbar.

Pelikan22
9
22
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Und das Klima ...

is uns wurscht -Wo bleibt die Bahn