FaktencheckStimmten Aufsichtsräte des Landes Strompreis-Erhöhung der Kelag zu?

Opposition kritisiert, Aufsichtsräte des Landes hätten der Erhöhung des Energiepreises durch die Kelag um 40 Prozent zugestimmt. Aber stimmt das auch?

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Wer stimmte den Strompreiserhöhungen zu?
Wer stimmte den Strompreiserhöhungen zu? © APA/KELAG
 

Die kräftige Erhöhung der Strom-Standardtarife der Kelag mit 1. Märzder reine Arbeitspreis wird um 40 Prozent teurer, durchgerechnet ergibt sich eine Verteuerung von 4,7 Prozent – rief auch die Oppositionsparteien auf den Plan. Darunter FPÖ-Chef Erwin Angerer. Er meinte wörtlich in einer Aussendung, er wundere sich, "dass die SPÖ-ÖVP-Landesregierung (Eigentümervertretung) dieser Preissteigerung im Kelag-Aufsichtsrat zugestimmt" habe.

Kommentare (5)
Robinhood
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Verantwortlich

Ist der Aufsichtsrat für die Vorstandsverträge und die Vorstandgehälter und die liegen laut neuestem Rechnungshofbericht bei über einer halben Million € und damit auch deutlich über dem Einkommen unseres Landeshauptmanns.

archiv
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Die Kelag liege aber auch nach der Anhebung "im unteren Drittel der Stromanbieter. Dies ist auch ein Beleg für die soziale Tarifgestaltung des Landesversorgers", der zusätzlich Unterstützungsmaßnahmen anbiete.


So wird Kaiser-Sprecher Herr Schäfermeier, im Bericht von Herrn Sommersguter zitiert.

Laut dem Preismonitor für Strom der E-Control für Dezember, ist die KELAG im Vergleich der Gesamtkosten mit anderen lokalen Anbieter mit Euro 914,57 aber im oberen Drittel - als teuerster Anbieter - ausgewiesen.

Wie ist dieser Unterschied erklärbar?

wolte
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Haider

Hätte der verstorbene Herr Haider im Jahre 2001, mit damaliger FPK Mehrheitsregierung, nicht den Verkauf von Anteilen der Kelag beschlossen, wäre vieles anders gelaufen! Aber 49 % der Anteile der KEH an einen Konzern aus dem Ausland zu verscherbeln war (ist) nur eine der vielen Altlasten des Herrn Haider, an denen unsere Kinder noch zu knabbern haben werden!! Das Gleiche gilt für den Herrn Dobernig, der 2012 nahezu selbstständig weitere 6,5 % Anteile verschleudert hat! Nachträglich betrachtet kann man nur spekulieren, wie es ausschauen würde, hätte es die Selbstherrlichkeit dieser zwei, nennen wir sie ehemalige Politiker, weil Ländesväter kann man diese Falotten nicht nennen, nicht gegeben, wer weiß ob wir uns jetzt über eine Strompreisverteuerung aufregen müssten!?

umo10
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Ich sag’s nochmal

Die Kelag muss ihr fossiles Geschäft (Gas) sofort auslagern! Es kann nicht sein, dass klimaschonender Umstieg auf Wärmepumpen sich deshalb nicht rechnet, weil die Gaspreisexplosion, (später wohl auch die CO2-Bepreisung auf Gas) den Strompreis in die Höhe schnellen lässt !!!😮

Robinhood
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Verwirrspiel

1Milliarde € zahlen die Kärntner Bevölkerung an die Kelag für Strom, Gas, Fernwärme und Müllverbrennung und zählen in allen Bereichen zu den höchsten Tarifen von Österreich. Das nennt man wohl sozialisiert.
Der Strom für nächstes Jahr wurde in den 3 letzten Jahren billigst eingekauft und wird nun teuer verscherbelt.
Ich schätze, dass der Gewinn der Kelag sich 2022 verdoppeln wird, da ja die Kraftwerke vorhanden sind und die Gestehungskosten für den Strom aus Wasserkraft sich ja nicht verändert haben.