Schnellschätzung für NovemberHöchster Wert seit 1992: Inflation klettert auf 4,3 Prozent

Inflationsrate für November beträgt laut Schnellschätzung der Statistik Austria voraussichtlich 4,3 Prozent. Das ist der höchste Wert seit Mai 1992. Im Euroraum kletterte die Inflation auf 4,9 Prozent - das ist der höchste Wert seit 1997.

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Die Inflationsrate für November 2021 beträgt voraussichtlich 4,3 Prozent, wie aus Berechnungen von Statistik Austria im Rahmen einer Schnellschätzung hervorgeht. Im Vergleich zum Vormonat Oktober steigen die Verbraucherpreise um +0,7 Prozent.

"Weiterhin führen steigende Treibstoff- und Energiepreise zu einem deutlichen Anstieg der Inflationsrate. Mit 4,3 Prozent war die Inflation im November 2021 so hoch wie zuletzt im Mai 1992", so Statistik Austria-Generaldirektor Tobias Thomas.

Der Indexstand des Verbraucherpreisindex und weitere Ergebnisse für November 2021 werden am 17. Dezember 2021 bekannt gegeben.

In Deutschland ist die Inflationsrate im November erstmals seit fast 30 Jahren über die Marke von fünf Prozent gestiegen. Waren und Dienstleistungen kosteten 5,2 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, wie das Statistische Bundesamt am Montag in einer ersten Schätzung mitteilte. Einen höheren Wert gab es zuletzt wegen des Wiedervereinigungsbooms im Juni 1992 mit 5,8 Prozent.

November-Inflation im Euroraum bei 4,9 Prozent

Der Preisdruck hat auch in der Eurozone im November stärker zugenommen als von Ökonomen erwartet. Die jährliche Inflationsrate erhöhte sich auf 4,9 (Oktober: 4,1) Prozent, wie die Statistikbehörde Eurostat mitteilt. Das ist der höchste Wert seit 1997. Hauptursache der hohen Inflation seien Basiseffekte, die stürmische Nachfrage im Rahmen der Post-Corona-Erholung in Verbindung mit Angebotsengpässen und der Anstieg der Energiepreise.

Die Inflation liegt damit mehr als doppelt so hoch wie das Ziel der Europäischen Zentralbank (EZB), die mittelfristig eine Rate von 2,0 Prozent als optimalen Wert für die Wirtschaft anpeilt. Auch im Oktober ist die Inflation mit 4,1 Prozent deutlich über der Notenbank-Zielmarke gelegen.

Energie war mit 27,4 Prozent der stärkste Preistreiber. Ohne Energie und unverarbeitete Lebensmittel läge die Inflation im November nur bei 2,6 Prozent. Unverarbeitete Lebensmittel verteuerten sich um 1,9 Prozent, Industriegüter ohne Energie um 2,4 Prozent. Dienstleistungen kosteten 2,7 Prozent mehr.

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