Umsatz und Gewinn positivAktie von AT&S schnellt um zwölf Prozent nach oben

Der Umsatz des börsennotierten Leiterplattenherstellers AT&S legte im ersten Halbjahr um knapp 30 Prozent zu. Die Aktien des Unternehmens haben am Donnerstag im Frühhandel mit einem Kurssprung von zwöfl Prozent reagiert.

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++ HANDOUT/ARCHIVBILD ++ STEIERMARK: GROSSINVESTITION VON AT&S IN LEOBEN - 500 MIO. EURO, 700 NEUE JOBS
AT&S investiert in den kommenden Jahren 500 Millionen Euro in den Standort in Leoben © APA/AT&S/WERNER KRUG
 

Der börsennotierte Leiterplattenhersteller AT&S hat im ersten Halbjahr 2021/22 seinen Umsatz um rund ein Drittel gesteigert und erneut den Ausblick für die Kennzahl angehoben. Das teilte AT&S am Donnerstag mit. Auch operativ (EBITDA) schnitt das Unternehmen dank des gestiegenen Umsatzes besser ab, Anlaufkosten für das Werk in Chongqing in China drückten die Zahl aber leicht nach unten. Unterm Strich erhöhte sich das Konzernergebnis von 14,1 Millionen auf 18,3 Millionen Euro.

Im Halbjahr legte der Umsatz um 29,7 Prozent auf 697,6 Millionen Euro zu. Die Steigerung sei den zusätzlichen Kapazitäten aus dem Werk in Chongqing, der Nachfrage nach Modul-Leiterplatten sowie einem breiteren Anwendungsportfolio bei mobilen Endgeräten geschuldet. Der Bereich Automotive sei zudem bisher nicht von Einschränkungen aufgrund des Engpasses bei Halbleitern belastet gewesen, die Lage werde jedoch weiterhin genau beobachtet.

Von dem Umsatzplus profitierte auch das operative Ergebnis vor Abschreibungen (EBITDA), welches um 17,7 Prozent auf 130,9 Millionen Euro zulegte. Belastend schlugen sich die Anlaufkosten für Chongqing, Wechselkursschwankungen beim US-Dollar und beim Chinesischen Renminbi sowie höhere Kosten für Material, Transport und Energie nieder, so das Unternehmen. Zudem seien die Ausgaben für Forschung und Entwicklung erhöht worden.

Für neue Kapazitäten und Technologien hat AT&S für das laufende Geschäftsjahr ein Investitionsvolumen von bis zu 700 Millionen Euro veranschlagt. Mitte Oktober kündigte das Unternehmen zudem an, in den kommenden Jahren 500 Millionen Euro in den Ausbau des Standortes in Leoben stecken zu wollen.

Die EBITDA-Marge ging von 20,7 Prozent auf 18,8 Prozent zurück. Das Konzernergebnis stieg vor allem dank eines verbesserten Finanzergebnisses von 14,1 auf 18,3 Millionen Euro an.

Prognosen positiv

Im Ausblick zeigt sich der Unternehmenschef Andreas Gerstenmayer optimistisch. "Die Performance im ersten Halbjahr beweist wieder einmal die positive Dynamik in unserem Sektor und dass wir konsequent die richtige Strategie umsetzen", so der CEO. Aufgrund der Halbjahreszahlen sowie wegen der Dynamik im IC-Substrate-Marke wurde der Ausblick für den Umsatz im Geschäftsjahr 2021/22 angehoben. AT&S rechnet nun mit einem Umsatzwachstum von 21 bis 23 Prozent. Zuvor war die Prognose bei 17 bis 19 Prozent gelegen.

Auch der mittelfristige Umsatzausblick wurde angehoben. Im Geschäftsjahr 2025/26 soll nun ein Umsatz von rund 3,5 Milliarden Euro erzielt werden. Davor rechnete das Unternehmen mit rund 3 Milliarden Euro. Unterstützung dafür soll von den Großprojekten in China und Malaysia kommen. Die Erweiterung der Produktionskapazitäten in diesen Ländern entwickle sich rascher als angenommen.

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