Prognose der Statistik Austria Inflation in Österreich klettert im Oktober bereits auf 3,6 Prozent

Oktober-Inflation dürfte laut Schnellschätzung der Statistik Austria bereits auf 3,6 Prozent gestiegen sein. So hoch war die Teuerung zuletzt im November 2011. Inflationsrate in der gesamten Eurozone springt im Oktober sogar über vier Prozent.

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Laut Berechnungen der Statistik Austria legen die Preise weiterhin kräftig zu, die Inflationsrate für Oktober beträgt voraussichtlich 3,6 Prozent, heißt es in der am Freitag veröffentlichten Schnellschätzung. Gegenüber dem Vormonat steigen die Verbraucherpreise demnach um 0,5 Prozent.

"Steigende Treibstoff- und Energiepreise führen zu einem weiteren Anstieg der Inflationsrate. So hoch wie die Inflation im Oktober 2021 war die Teuerung zuletzt im November 2011", so Statistik-Austria-Generaldirektor Tobias Thomas. Der Indexstand des Verbraucherpreisindex und weitere

Die Details zur Preisentwicklung im Oktober will die Statistik Austria am 17. November veröffentlichen.

Verbraucherpreisindex (VPI), Oktober

Plus 3,6 Prozent zum Vorjahresmonat (vorläufige Schnellschätzung)

Plus 0,5 Prozent zum Vormonat (vorläufige Schnellschätzung)

Harmonisierter Verbraucherpreisindex (HVPI), Oktober 2021: plus 3,7 Prozent zum Vorjahresmonat (vorläufige Schnellschätzung)

Plus 0,6 Prozent zum Vormonat (vorläufige Schnellschätzung)

In Eurozone liegt Inflationsrate schon bei 4,1 Prozent

Die Inflation im gesamten Euroraum zieht ebenfalls weiter an. Im Oktober stiegen die Verbraucherpreise gegenüber dem Vorjahresmonat um 4,1 Prozent, wie das Statistikamt Eurostat am Freitag mitteilt. Das ist der höchste Wert seit Mitte 2008, als die Rate ebenfalls 4,1 Prozent betragen hatte. Im Vormonat war die Rate lediglich bei 3,4 Prozent gelegen. Analysten hatten mit einem Anstieg gerechnet, allerdings auf nur 3,7 Prozent.

Getrieben wurde die Teuerung abermals durch Energie, die sich zum Vorjahresmonat kräftig um 23,5 Prozent verteuerte. Lebens- und Genussmittel waren um 2,0 Prozent teurer als vor einem Jahr. In ähnlichem Ausmaß verteuerten sich Industriewaren und Dienstleistungen. Ohne Energie und Lebensmittel stieg das Preisniveau um 2,1 Prozent. Diese sogenannte Kernrate wird von vielen Ökonomen als verlässliches Inflationsmaß angesehen.

Die Europäische Zentralbank (EZB) steuert eine Inflationsrate von zwei Prozent an. Obwohl dieses Ziel derzeit klar überschritten wird, will die EZB auf den Preisauftrieb nicht reagieren. Sie erachtet die Entwicklung als überwiegend temporär und rechnet im kommenden Jahr mit rückläufigen Inflationsraten. Diese Sichtweise wird nicht von allen Fachleuten geteilt.

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