Mehr Kritik, mehr BaustellenAbgekapselt und angezählt: Wie Facebook in die Image-Krise stürzt

Der historisch lange Ausfall von Facebook, WhatsApp und Instagram trifft den Konzern in einer ohnehin turbulenten Phase. Besonders schwer wiegen die Vorwürfe der Ex-Mitarbeiterin Frances Haugen. Facebook soll interne Studien verheimlicht haben, die den negativen Einfluss von Instagram auf Jugendliche belegen.

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© (c) AP (Richard Drew)
 

Sechs Stunden dauerte die digitale Eiszeit in der Nacht von Montag auf Dienstag. Weil Neujustierungen an essenzieller Router-Technologie in die sprichwörtliche Hose gingen, wurde der Netzwerkverkehr zwischen Facebooks Rechenzentren gestört, zentrale Server des Unternehmens waren im Internet nicht mehr auffindbar. Das führte zum längsten und weitreichendsten Ausfall in der jüngeren Geschichte des Netzwerks. Neben der zentralen Plattform waren auch die zum Konzern gehörenden Dienste Instagram und WhatsApp stundenlang offline. Zu allem Überdruss wirkte der Kollaps auch nach innen: Facebooks interne Kommunikationsplattform stand still, selbst Türen von Bürogebäuden konnten Facebook-Angestellte eine Zeit lang nicht mehr öffnen. Der kuriose Höhepunkt: Einer der größten Digitalkonzerne der Welt musste einen realen Trupp in ein Rechenzentrum nach Santa Clara schicken, der – so die „New York Times“ – manuell den Reset-Knopf drückte. Erst so gelang die digitale Rückkehr.

Kommentare (9)
joe1406
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Heuchlerische Diskussion

Nicht nur bei facebook, bei jeder Firma steht Profit über dem Wohl des Konsumenten. Das Hauptroblem lässt sich leicht lösen - offensichtliche Übernahmen von Konkurrenten verbieten. Den Verkauf von Aktien limitieren. Dann kann nicht 80% einer Branche gleichzeitig technisch crashen. Die Frage ist allerdings ob es bei facebook, insta & Co. ein echter Verlust wäre.

Lodengrün
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Da wird dramatisiert

Als ob diese paar Stunden eine Rolle spielen. Und was die Tante sagt vernachlässigt die Branche auch. Sie war 2 Jahre bei Facebook. Da bekommt man noch nicht die Weihen des Zentrums.

neuernickname
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facebook und Co. sind auf alle Fälle dazu geeignet einfältige Menschen mit "Informationen" zu versorgen, die sie zu "Hinterfragenden" mutieren lässt

Und auch die organisierte Einbruchswirtschaft hat Vorteile, wenn sie weiß was in den Wohnungen zu finden ist und wo und wer grad im Urlaub ist.

Dazu muss man nicht jahrelang beim Zuckerberg malocht haben.

Lodengrün
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Ich hatte

bei einem meiner Aufenthalte in SF die Chance die heiligen Hallen von Google und Facebook zu betreten. Die Lockerheit mit der dort gearbeitet wird ließ mir den Kinnladen fallen. Man arbeitet nicht, man versucht Projekte zu verwirklichen. Was dort aber auch an hoher Kunst der IT Technik herumläuft ist ebenso unvorstellbar. Einigen vorgestellt wußte ich nach einigen Sekunden nicht mehr wovon sie redeten als sie von ihrer Arbeit sprachen. Das war der 5te oder 6te Raum. Ich kam mir sehr klein vor. Also, - die Dame war ein Rädchen im Getriebe. Und Zuckerberg interessiert das überhaupt nicht, ob er börslich mit 6 Milliarden mehr oder weniger beziffert wird. Ihn interessiert die Herausforderung an neuen Dingen. Der monetäre Erfolg stellt sich später ein. Zuckerberg ärgert der Ausfall, das Getöse der Menge kratzt ihn nicht.

KarlZoech
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Fast unglaublich - ich hab' den Facebook-Ausfall überlebt!

Immer noch lebe ich vor allem analog. Herr Zuckerberg - und viele, viele Menschen - sollten Facebook und Co weniger wichtig nehmen, denn das sind sie auch nicht. Oder sollten es nicht sein.

joe1406
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Stimmt!

Allerdings darf man auch die sogenannten "seriösen" Medien weniger ernst nehmen. Um ihre Blätter und Seiten voll zu bekommen, geht man da mit Relevanz auch nicht sonderlich zimperlich um.

nasowasaberauch
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Ach

Erzählen sie das bitte den online Shop betreiben, die einen halben Tag Umsatz verloren haben, weil keine Werbungen ausgeliefert wurden. Ihre Mitarbeiter müssen sie trotzdem bezahlen.

Damit meine ich nicht Amazon.

Nur weil sie noch immer nicht bemerkt haben, dass sie im Gestern leben...

lamagra
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"die einen halben Tag Umsatz verloren haben, weil keine Werbungen ausgeliefert wurden"

Soviel Dummheit muss man sich erst mal auf der Zunge zergehen lassen!
Als ob die Leute nur dann online kaufen, wenn sie eine Werbung auf FB sehen. In welcher Welt bitte leben sie?
Es gibt noch eine REALE Welt, in der Leute dort kaufen, wo sie immer schon gekauft haben, verhält sich mit Onlineshops nicht anders!

neuernickname
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Um Gottes Willen, Sie wissen gar nicht, was ihre Nachbarn gestern um Mittagessen hatten

und ob der Hundi von der Friseurin Durchfall hat?

Wie können Sie so leben, Herr Zoech?