SteuerreformFür Arbeiterkammer kommen Beschäftigte "viel zu kurz"

Schwere Kritik von der AK an Steuerreformplänen der Regierung: "Milliardenschweres Steuergeschenk" an Großkonzerne.

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AK kritisiert: "Senkung der Körperschaftssteuer ist unnötig und konterkariert die weltweiten Bemühungen zur Beendigung des Steuerwettbewerbs."
AK kritisiert: "Senkung der Körperschaftssteuer ist unnötig und konterkariert die weltweiten Bemühungen zur Beendigung des Steuerwettbewerbs." © APA/zb/Monika Skolimowska
 

Für die Arbeiterkammer Oberösterreich kommen die Beschäftigten in der geplanten Steuerreform "viel zu kurz". Stattdessen bringe sie ein "milliardenschweres Steuergeschenk an Großkonzerne", kritisierte die Interessenvertretung in einer Presseaussendung am Montag.

Präsident Johann Kalliauer verwies auf AK-Berechnungen wonach die Erleichterungen bei der Lohn- und Einkommensteuer weniger ausmachen würden, als die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer dem Finanzminister an kalter Progression schon vorausgezahlt hätten. Seit der letzten Tarifreform habe die kalte Progression jährlich für ein zusätzliches Körberlgeld für den Finanzminister gesorgt. In Summe mache das mehr aus als die aktuelle Tarifsenkung den Menschen zurückgebe.

"Ohne Pendeln überkompensiert"

Den Klimabonus begrüßt Kalliauer im Grunde. Doch der regionale Ausgleich bringe Gewinner und Verlierer und sollte kein Ersatz für die Reform der Pendlerpauschale sein. Die Qualität der Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel sei nur bedingt ein geeigneter Indikator für die Mehrbelastung durch die CO2-Bepreisung. In den Städten lebende Mieter - oftmals mit Gasheizung und schlechter Dämmung - würden hier potenziell als Verlierer aussteigen. Auch Menschen mit langen Pendelwegen am Land könnten benachteiligt sein, während bei jenen ohne Pendelwege überkompensiert werde.

Ein Dorn im Auge ist dem AK-Präsidenten besonders die Senkung der Körperschaftssteuer (KöSt). Diese sei unnötig und konterkariere die weltweiten Bemühungen zur Beendigung des Steuerwettbewerbs zwischen den Staaten. Er beurteilt sie als ein "riesiges Steuerzuckerl für wenige Großbetriebe, ohne nachweisbare Wachstumseffekte und ohne wirtschaftlicher bzw. standortpolitischer Notwendigkeit". Bei der KöSt gebe es keine kalte Progression - das Steuergeschenk für Unternehmen sei daher dauerhaft, die Beschäftigten hingegen würden zu den Verlierern der Steuerreform zählen. Der Staat habe die Unternehmen in der Coronakrise großzügig unterstützt, damit sie gut durch diese kommen. Jetzt sollten auch sie sich beteiligen. Kalliauer fordert deshalb höhere Beiträge von Millionenvermögen und internationalen Großkonzernen.

Kommentare (6)
Reipsi
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Jo für die

Arbeiterkammer, wenns die Roten gmocht hätten dann net , oder ?

walterkaernten
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AK

1.
Alle supereinkünfte und superpensionen in der AK abschaffen.
Auch die bestehenden
Das gilt auch für ALLE KAMMERN in ÖSTERREICH

2.
Rationalisieren und einsparen.
Die AK sollte sich auf die grundsatzarbeiten beschränken.
Arbeitnehmerschutz.
Keine SONNLOSEN geldverschwenden WERBUNGEN und fas ALLEN medien. und und udn

3.
Dann sofort den AK beitrag vermindern.
Dann bleibt acuh mehr NETTO vom BRUTTO

Liverpudlian88
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@walter

1. Einkünfte auf der Homepage ersichtlich. im Gegensatzu zu angeblichen "Supermanagern" ein lercherlscha...

2. es gibt KEIN Unternehmen, dass ohne Werbung funktioniert. Grundsatzarbeit Arbeitnehmerschutz: 46,4 Mio. € im letzten Jahr für AN erkämpft

3. AK-Umlage beträgt 0,5% vom Bruttolohn, also durschnittlich 7€ im Monat. Was willst da kürzen?

walterkaernten
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@liverpudlian88

Gilt für ALLE kammern

zu 1
Der grössste teil der einnahmen sind aus der ZWANGSMITGLIEDSCHAFT und förderung aus STEUERMITTELN

zu2.
Ist die AK ein UNTERNEHMEN mit allen RISKEN ?????????????????????????
Einn briefchen einmal im jahr an ALLE ZWANGSMITGLIEDSBEITRAG zahlenden würde reichen

zu3.
Warum förder die AK und ALLE KAMMERN parteien ??????

Liverpudlian88
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@walter

Kann diese GROSS- kleinschreibung nicht gut lesen! Aber ich lese einen Groll heraus, der wohl nicht von ungefähr kommen wird?

walterkaernten
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3
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@liverpudlian88

Gilt f ür ALLE kammern

zu 1.
ZWANGSBEITRÄGE + förderungen aus steuermittlen.

zu2.
Ist die AK ein UNTERNEHMEN ????????????
ALLE Kammern werden durch ZWANGSMITGLIEDSCHAFT und und und..... finanziert

zu 3.
AK umlage:
Warum förderd die AK parteien ?