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360.000 arbeitslosArbeitslosigkeit sinkt nur schleppend: 2000 Menschen weniger ohne Job

Rund 35.000 Arbeitslose mehr als vor der Krise, Beschäftigung wieder auf Vorkrisenniveau.

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AMS Arbeitsmarktservice Landesgeschaeftsstelle Klagenfurt Kaernten Februar 2019
Unter den Beschäftigten waren 296.246 Personen zur Kurzarbeit angemeldet © Markus Traussnig
 

Die Arbeitslosigkeit geht zwar noch zurück, aber nur mehr schleppend. Im Vergleich zur Vorwoche waren um rund 2000 Menschen weniger ohne Job - in Summe waren es knapp 360.000, teilte das Arbeitsministerium am Dienstag mit. Das waren zwar um rund 129.000 weniger als im vorigen Jahr, aber um rund 35.000 mehr als Ende Juni 2019, also vor der Coronapandemie. Während diese Woche 287.945 Personen beim AMS arbeitslos gemeldet waren, waren weitere 71.400 in Schulungen.

Unter den Beschäftigten waren 296.246 Personen zur Kurzarbeit angemeldet. Erst ab August werde sich abschätzen lassen, wie viele von ihnen und in welchem Ausmaß auch tatsächlich Kurzarbeit genutzt haben. Für die Phase 4 der Kurzarbeit liege die Anzahl der abgerechneten und geförderten Personen seit April derzeit bei rund 250.000.

Mehr Beschäftigte als im Mai 2019

Während die Arbeitslosigkeit noch deutlich über den Vorkrisenniveau liege, habe die Beschäftigung, also die Zahl der Jobs, bereits das Niveau von vor der Krise erreicht, schreibt das Arbeitsministerium. Konkret gab es im Mai über 3,8 Millionen Beschäftigte, sogar etwas mehr als im Mai 2019.

Ohne Kurzarbeit seien seit Jahresanfang über 320.000 Personen vom Arbeitsmarktservice (AMS) gefördert worden, um rund 56.500 mehr als im Vergleichszeitraum 2019. "Auch ohne Kurzarbeit sehen wir somit in allen Bereichen den zum Teil sehr deutlichen Ausbau der aktiven Arbeitsmarktpolitik", so Arbeitsminister Martin Kocher (ÖVP). Deutlich gestiegen sei die Teilnahme am AMS-Fachkräftestipendium, im MINT- und Pflegebereich hätten über 1000 Personen mehr eine Ausbildung absolviert als im Vorjahr. Im AMS-Frauenprogramm wurden Förderungen und Beratungen für Wiedereinsteigerinnen von rund 25.800 Teilnehmerinnen auf rund 34.800 Teilnehmerinnen gesteigert. Rund 5300 Frauen sind im FIT-Programm (Frauen in Handwerk und Technik).

 

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Danke für Ihr Verständnis.

kritik53
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Arbeitsbedingungen

Die Arbeitsbedingungen könne heute noch so gut sein (Normalarbeitszeit, beste maschinelle Ausstattung, Lohn 2.400 Euro) , trotzdem ist keiner bereit, dafür den Posten eines Platzarbeiters zu übernehmen. Es will niemand mehr die volle Wochenarbeitszeit, weil das Arbeitslosengeld und 2 - 3 Tage Pfusch pro Monat für das Leben völlig genug sind. So lange wir nicht bei längerfristiger Arbeitslosigkeit die Belohnung für das Ablehnen einer Beschäftigung kürzen, werden von den 300000 Arbeitslosen keine 20% wieder arbeiten wollen.
Ich kann die Argumente, dass die Unternehmer selbst schuld sind, weil sie zu wenig bezahlen, schon nicht mehr hören, weil auch bei bester Bezahlung keine Mitarbeiter zu finden sind.

Hapi67
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Arbeitsunwillige

beginnen keinen Job im Hochsommer oder zu Weihnachten-fragen Sieden Unternehmer Ihres Vertrauens.

Vielen Dank

Balrog206
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Wer

Diese 300000 sind wäre einmal interessant und an was es scheitert !

lilith73
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nicht jeder macht jeden Job

angenommen es sind 80 000 Stellen aus geschrieben als
Bauarbeiter
Krankenschwester
Kellner
Informatiker
Maschinenbediener
Techniker Vertrieb
diverse Hilfsarbeiter
......

Ich habe zwar 300 000 Arbeitslose die sich verteilt über gesamt Österreich befinden. Nicht jeder der der Stellenausschreibung entsprechen würde ist in der Nähe des ausgeschriebenen Jobs. Es ist einem Voralberger der bereits eine Familie und ein Eigenheim dort hat nicht zuzumuten nach Wien zu ziehen und umgekehrt..

Nicht alle Arbeitslosen entsprechen den Ausschreibungen. Eine Friseurin ist z.b nicht als Maurer einzusetzen.

Dazu kommt noch, dass es nicht mal die Hälfte in der Zahl an Arbeitslosen, auch ausgeschriebene Stellen gibt.
Manche der Ausschreibungen sind von Leihfirmen, 5 Ausschreibungen für 1 Job. Es gibt auch Unternehmen denen die Mitarbeiter davonlaufen, weil sie so gut behandelt und bezahlt werden.

Sicher werden auch einige Arbeitsunwillige unter den 300 000 sein, doch die Mehrheit will arbeiten.

Hapi67
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Träumen Sie weiter

Die Sockelarbeitslosigkeit von 200-250tausend gibt es selbst zu Zeiten der Vollbeschäftigung, der Grossteil hat sich mit dem öffentlichen Geld arrangiert bzw. Vorstellungen vom Job, die völlig unrealistisch sind.
50% der Vorstellekandidaten vom AMS erscheinen trotz Vorladung überhaupt nicht, ein weiteres Viertel überzeugt sie den Job nicht machen zu wollen/können und beim Rest haben Sie vielleicht Glück.
Die Folgen einer Wohlstandsgesellschaft mit einer der höchsten Ausgaben im Sozialbereich weltweit-nicht umsonst zahlen wir 40%Lohnnebenkosten, die Arbeitslosen müssen es schließlich auch bequem haben.

Vielen Dank