Bitte warten - Ihr Zugang wird eingerichtet.

Personalmangel, KostenexplosionAufschwung in der Industrie beschleunigt, Rekord an offenen Stellen

Konjunkturindex der Bank Austria: Firmen finden nicht ausreichend Beschäftigte, Arbeitslosenquote in Industrie nur halb so hoch wie in Gesamtwirtschaft, Kostenexplosion bei Vormaterialien lässt Verkaufspreise steigen.

×
Artikel gemerkt

Gemerkte Artikel können Sie jederzeit in Ihrer Leseliste abrufen. Zu Ihrer Leseliste gelangen Sie direkt über die Seiten-Navigation.

Zur Leseliste
© (c) littlewolf1989 - stock.adobe.com
 

Die heimische Industrie hat die Coronakrise nicht nur hinter sich gelassen, sondern sogar die Kapazitätsauslastung über den langjährigen Durchschnitt gehoben. Der Einkaufsmanagerindex der Bank Austria ist im Juni auf 67,0 Punkte gestiegen und hat damit den dritten Monat in Folge einen neuen Rekordwert erreicht. Die Firmen bauen den Personalstand auf, allerdings finden viele nicht ausreichend Personal.

"Die Anzahl der offenen Stellen befindet sich in der Industrie insgesamt zur Jahresmitte auf einem Höchststand", sagte Bank-Austria-Ökonom Walter Pudschedl am Montag laut einer Aussendung. Auf einen Arbeitssuchenden würden in der Industrie im Schnitt 2,5 offene Stellen fallen.

Die Arbeitslosenquote in der Branche dürfte sich von durchschnittlich 4,5 Prozent im ersten Halbjahr 2021 auf 4 Prozent im Jahresdurchschnitt 2021 verringern, erwartet Pudschedl. Für die Gesamtwirtschaft erwarten die Ökonomen der Bank Austria eine Arbeitslosenquote von 8,7 Prozent im Jahresdurchschnitt 2021.

Preisauftrieb, Verschärfung von Lieferproblemen

Wermutstropfen sind die seit langem bestehenden Lieferengpässe durch Materialknappheit und mangelnde Transportkapazitäten. Dadurch verlängerten sich die Lieferzeiten abermals und die Kosten sind weiter stark angestiegen. "Die wachsende Nachfrage und die Verschärfung von Lieferproblemen führten zu einer Fortsetzung des starken Kostenauftriebs der Vormonate mit sogar noch etwas höherem Tempo. Der Preisauftrieb im Verkauf fiel im Juni deutlich geringer aus, aber die Überwälzung der gestiegenen Kosten auf die Absatzpreise nimmt zu", so Pudschedl. Die Lieferengpässe bei manchen Vormaterialien dürften zum Teil bis über den Jahreswechsel hinaus anhalten.

Für das Gesamtjahr rechnen die Experten dennoch mit einem Produktionsanstieg in der Industrie um zumindest 8 Prozent. Das wäre das höchste Plus der vergangenen 20 Jahre. "Somit wird sie den Einbruch des Jahres 2020 von 7,5 Prozent mehr als kompensieren", sagte Bank-Austria-Chefökonom Stefan Bruckbauer.

Kommentare (5)
Kommentieren
petera
2
6
Lesenswert?

Job gibt es anscheinend genug ...

... aber die Betriebe wollen trotz voller Auftragsbücher halt teilweise noch immer nur knapp über Kollektiv zahlen.

Das spielt sich halt für viele nicht mehr. Auch was die restlichen Arbeitsbedingungen betrifft, haben die Leute gemerkt, dass hackeln nicht das wichtigste im Leben ist.

Da tuen sich dann vor allem "konservative" Betriebe recht schwer damit.

jaenner61
4
14
Lesenswert?

ich frage mich

warum gibt‘s dann noch so viele arbeitslose? kann es daran liegen, dass es den damen und herren auch ohne zu arbeiten recht gut geht? 🤔

Niclas1
5
5
Lesenswert?

@jänner

wie bescheuert muss jemand sein, der so eine Frage stellt

jaenner61
3
4
Lesenswert?

niclas1

sie disqualifizieren sich mit ihrer frage selbst! aber vermutlich meinen auch sie, dass der staat, also die allgemeinheit für ihr leben aufkommen muss!

glashaus
2
1
Lesenswert?

warum

auch nicht? Der Staat kommt ja auch für die vielen Zuwanderer auf, die teilweise bislang noch nichts gearbeitet haben.