Bitte warten - Ihr Zugang wird eingerichtet.

Gastronomie und HotelleriePersonal fehlt: "Manche wissen noch gar nicht, ob sie öffnen können"

Die Vorfreude auf den langersehnten Neustart in der steirischen Hotellerie und Gastronomie wird durch Personalengpässe getrübt. Tourismus-Spartenobmann spricht von einer "schlimmen Situation".

×
Artikel gemerkt

Gemerkte Artikel können Sie jederzeit in Ihrer Leseliste abrufen. Zu Ihrer Leseliste gelangen Sie direkt über die Seiten-Navigation.

Zur Leseliste
© (c) APA/GEORG HOCHMUTH (GEORG HOCHMUTH)
 

Fast 200 Tage mussten die steirischen Gastro- und Beherbergungsbetriebe für Gäste weitestgehend geschlossen halten. Entsprechend groß ist die Vorfreude auf den nahenden Tag der Öffnung. Die Vorbereitungen für den Mittwoch laufen jedenfalls auf Hochtouren, bestätigen die Branchensprecher Klaus Friedl (Gastronomie) und Alfred Grabner (Hotellerie). "Wir rechnen gerade in den ersten Tagen und Wochen mit einem Mega-Ansturm", sagt Grabner. Auch Friedl, der von sich sagt, dass er "eigentlich von Geburt an" in der Gastronomie verankert ist, blickt "aufgeregt" nach vorne. "Ich fühle mich wie ein Jungunternehmer."

Kommentare (27)
Kommentieren
derleobner
12
3
Lesenswert?

Es gibt ohnehin zuviele Gasthäuser und Kaffees

es ist daher egal, ob wieder aufgesperrt wird. Die großen Möbelhäuser verkaufen das Mittagsmenue, Wiener mit Pommes und Salat um 3,20 mehr brauchts nicht.

GanzObjektivGesehen
2
28
Lesenswert?

Überall mangelt es an Personal. Frage:

Wer sind die 400.000+ Arbeitslose, in Österreich. In welchen Bereichen waren sie tätig, was haben sie gelernt ? Arbeitslose und Personalmangel passen irgendwie nicht zusammen.

DannyHanny
6
1
Lesenswert?

Ganzobjektivgesehen

12-16 Stunden Arbeitstage, Wochende nie arbeitsfrei.......und Mindestlohn passen auch nicht zusammen!

Guccighost
4
21
Lesenswert?

Der Arbeiter kostet viel

und verdient zu wenig wurde mal gesagt.
Die Privat Wirtschaft mit ihren Mitarbeitern muss den ganzen Staat finanzieren und erhalten.
Staatsbetriebe und Beamte werden damit finanziert und da ist es ein leichtes hohe Löhne und eine gute Pension zu zahlen.
Kein wunder dass jeder in den Staatsdienst kommen will.
Ist auch traurig wenn man sieht dass viele Betriebe keine Nachfolger mehr haben weil es sich
keiner antun will 6 Tage 14 stunden zu arbeiten.

GustavoGans
5
34
Lesenswert?

Wird dann halt sein wie meistens im Gastgewerbe

Der Geschäftsgang würde 4 Keller zu je 8 Stunden vertragen. Da der Betreiber nur 2 Kellner findet, müssen die halt 16 Stunden arbeiten.
Und statt doppelten Lohn plus 50% Zuschlag für die Überstunden gibt es in der Regel ein paar Hunderter drauf, und wenn möglich, dann gleich schwarz.
Man darf sich nicht wundern, wenn keiner mehr will. So was ging vor vielen Jahren wo der Grundgehalt schon um vieles höher war.
Aber heute macht das keiner mehr mit.

c31af91295d0d1663eeeb99aa1d4a20e
12
113
Lesenswert?

na ja..

wenn man hört, was an staatlichen Beihilfen geflossen ist
wenn man hört und sieht, WIE die Betriebe investiert haben.
wenn man hört, wieviele ihr Personal sofort zum AMS geschickt haben
wenn man hört, das dw. die Betriebe mit den staatl.Hilfen ihre
Privatbereiche finanziert haben
wenn man hört, mit welchen minimalen Gehältern JETZT, um 5 Min. vor 12
um Personal gerungen wird
BRAUCHT MAN SICH KEINER WUNDERN!!!!!!

Stellt sich die Frage, ob da nich eine Kontrolle der Nutzung der Gelder dringenst notwendig wäre?

Guccighost
34
25
Lesenswert?

ja dann mach dich selbständig wenn alles so super ist

du bist wahrscheinlich einer der schon in Pension oder Staatsangestellter ist.
Monatlich sein Geld aufs Konto bekommt und keine Ahnung hat wo es her ist.
Und Stichwort Förderungen z.b ÖBB usw die nie einen Cent Gewinn bzw. nur Verlust haben damit sie ihre Führungsgarde super Löhne zahlen können, will ich gar nicht mehr schreiben.

GustavoGans
15
86
Lesenswert?

Man darf sich nicht

wundern, wenn keiner mehr im Gastgewerbe arbeiten will.
In der heutigen Samstags Zeitung der Kleinen werden zB. Restaurantleiter gesucht. 2.250 Brutto für 42,5 Stunden. Da geht doch keiner hin. Da haben Restaurantleiter vor 30 Jahren schon mehr verdient.
Wenn du da als Restaurantleiter arbeitslos wirst, bekommst knapp über 1.000 Euro Arbeitslosengeld.
Da hat man eine leitende Funktion und krebst dann am Existenzminimum herum.

Guccighost
6
19
Lesenswert?

ja natürlich

müsste ein Koch min. 2500 netto verdienen für die sehr sehr harte Arbeit die er leistet.
Nur 2500 netto kosten dem Betrieb im Monat gerechnet mit 5 Wochen Urlaub, 13. und 14. Gehalt
mit Krankenkassa. Pensionsversicherung, Kommunalsteuer, Lohnsteuer usw ca 5000 im Monat.
Das Schnitzel im Lokal müsste dann min. 18 Euro kosten, aber dann wird das Lokal leer bleiben.
Der Österreicher ist nicht bereit das zu zahlen er geht dann lieber ins Möbelhaus wo es 8,50 kostet.
Es wird in Zukunft nur mehr Fastfoodketten geben oder teure Feinschmecker Lokale.
Der Wirt ums eck wird leider verschwinden.
ist ja auch schon jahrelang abzusehen.

lieschenmueller
2
8
Lesenswert?

leider verschwinden

Wie kommt man aus dem Teufelskreis raus?

Nicht nur im Gastgewerbe.

Ich sehe mir meine Friseurin an. Nach über 20 Jahren Praxis ist der Verdienst mau. Aber ihre Chefin auch keine reiche Person. Holt man sich einen Installateur, die Rechnung ist nicht gerade niedrig, der Lohn des Angestellten irgendwie schon, sein Chef aber auch kein Krösus.

Auto zum Service. Happig. Angestellter für meine Begriffe niedrig bezahlt, wie es beim Inhaber des Autohauses aussieht finanziell, keine Ahnung. Die blitzeblanken Hallen mit den vielen Wagen können auch täuschen.

Die Lösung kann nicht sein, dass immer der Kunde tiefer in die Tasche greifen muss. Sei es bezüglich Frisur, Heizungsreparatur oder dem Pickerl. Weil DAS kostet jetzt schon. Oder eben dem Schnitzerl. Ins Möbelhaus ob der paar Euro dafür bringen mich keine 10 Pferde, aber 18 Euro wäre mir für so etwas "Normales" wiederum auch zu viel.

gof1234
0
3
Lesenswert?

Passt zu deinem Kommentar

Habe im letzten Herbst in der Küche einen 50x50cm Heizkörper vom Installateur tauschen lassen. Auf der Rechnung stand: Heizkörper €28.-. Der Rechnungsbetrag: € 289.- 🤣🤣. Ich fragte bei der Firma dann nach ob die mich verar....... wollen. Nein, es wurde alles ordnungsgemäß verrechnet!! Unfassbar teuer!

Balrog206
2
4
Lesenswert?

Lieschien

Deine Sichtweise ist wie immer eine Wohltat ! 😉 einfach ohne schnick schnack u ehrlich so wie es is !

Guccighost
4
9
Lesenswert?

wie wollen aber alle

dass die Mitarbeiter in der Gastro gut verdienen dann müssen wir fürs Essen dort viel bezahlen
anders wirds nicht gehen.

plolin
5
15
Lesenswert?

Dann schau einmal,

was Kindergartenpädagogen verdienen. Dann frage ich dich, wer von den beiden mehr Verantwortung hat?

GustavoGans
6
42
Lesenswert?

Lustig waren auch immer Steuerreform in der Gastro

Das lief meistens so ab.
Ein Kellner bekommt 1.800 brutto bzw. 1.400 netto.
Nach einer Steuerreform stieg das netto dann auf 1.426 netto. Ein neuer Kellner wurde trotzdem nur mit 1.400 netto eingestellt bei gleichzeitig kleineren Brutto. Dem Arbeitgeber blieb mehr, dem Arbeitnehmer bleibt weniger (auch für deine Pension, da diese ja vom Brutto berechnet wird).

Balrog206
2
10
Lesenswert?

Wusste

Bis jetzt nicht das der KV variable ist !

GustavoGans
2
6
Lesenswert?

Wer geht

für den KV arbeiten?
Ein guter Mitarbeiter sollte immer über KV verdienen.

GustavoGans
8
16
Lesenswert?

Wer geht bitte zum KV arbeiten

Der KV ist doch unter aller S**. Mit so wenig Geld kannst doch nicht überleben, außer du musst keine Miete bezahlen.
Zum KV gehen Leute arbeiten, die vielleicht eine "ruhige Kugel" schieben wollen.
Aber in einen Gastrobetrieb, wo es sich rund um die Uhr abspielt, will man auch was verdienen. Nicht nur KV

Balrog206
3
5
Lesenswert?

Das

War auch nicht die Frage ob wer um Kv Lohn arbeiten geht ! Kann mit nur nicht vorstellen das ein Unternehmer seine Gehälter nach einer Steuerreform variable anpasst !

GustavoGans
7
20
Lesenswert?

Und dass ging dann noch weiter

Durch die geringere Lohnsteuer, bekam man dann bei der Arbeitnehmerveranlagung auch weniger Geld zurück. Und am Ende hattest dann als Arbeitnehmer der seinen Lohn in Netto ausmachst nach jeder Steuerreform weniger Lohn als vor einer Steuerreform.

laster
1
30
Lesenswert?

und bei der nächsten Arbeitnehmerveranlagung

werden auch Sonderausgaben (Wohnraumschaffung,....) nicht mehr berücksichtigt. So gesehen bleibt dem Arbeitnehmer auf das Jahr gerechnet weniger, als vorher. Super Steuerreform!

gof1234
3
9
Lesenswert?

Richtig

Hab deshalb 2020 die Vermietung meines kleinen Häuschens aufgegeben! Wohnraumschaffung und Sanierung ist für Vermieter ab 01.01.2021 nicht mehr steuerlich absetzbar! Is a Frechheit!!

AndiK
3
73
Lesenswert?

Da haben sich

inzwischen viele an die humaneren Arbeitszeiten in diversen anderen Jobs gewöhnt und denken gar nicht daran wieder zurück zu wechseln.

Toyota11000
4
35
Lesenswert?

Recht

haben sie.

chrisshorty
5
92
Lesenswert?

Personal fehlt!

Jetzt sieht man aber welche Chefs mit ihrem zum Teil langjährigem Personal umgeht. Wer nicht zu seinem Personal steht, und trotz der Möglichkeit von Kurzarbeit entläßt steht jetzt ohne da. Vielleicht sollten sich diese Chefs überlegen warum das so ist.

petera
4
62
Lesenswert?

Viele werden wohl auch die Chance nutzen

Um nicht wieder in der Gastronomie/Hotellerie zu landen.

Schlechte Bezahlung, schlechte Arbeitsbedingungen, schlechter Ruf.

Ich kenn einige die in den Handel gewechselt sind. Bezahlung ist nicht besser, aber wenigstens der Rest.

 
Kommentare 1-26 von 27