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Oberösterreich begehrt aufImpfstart in Betrieben sorgt für Ärger in der Industrie

Weil der Bund sich 500.000 Impfdosen für Betriebe von den Länderkontigenten einbehält, regt sich Unmut in den Ländern. Vor allem Oberösterreich fühlt sich unfair behandelt. "Das können wir nicht akzeptieren", heißt es von dort.

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Diese Woche folgt der Impfstart in den Betrieben
Diese Woche folgt der Impfstart in den Betrieben © Anna Kosolapova - stock.adobe.com
 

Das Land Oberösterreich sowie Oberösterreichs Industriellenvereinigung und Ärztekammer haben am Mittwoch das Vorgehen des Bundes bei groß angelegten Impfaktionen in Betrieben scharf kritisiert. Demnach behält sich der Bund mehr als 500.000 Dosen von den Länderkontingenten ein und will damit beginnen, Unternehmen zu impfen, die bundesweit tätig sind. Vornehmlich solche mit Zentrale in Wien oder Niederösterreich wie die ÖBB, Siemens, OMV oder Post aber auch Handelsketten.

Grundsätzlich seien Impfungen in Betrieben wichtig und gut, so LHStv. Christine Haberlander (ÖVP) in einer Presseaussendung. "Diese Vorgangsweise schafft allerdings ein absolutes Ungleichgewicht, das wir so nicht akzeptieren können." Die jetzt kolportierten Betriebe lägen fast ausschließlich im Osten, was bedeute, dass auch die meisten Mitarbeitenden dort wohnen. "Oberösterreich als Industriebundesland Nummer 1 und Wirtschaftsmotor mit dem höchsten Exportanteil in der Republik bleibt außen vor. Das können wir so nicht akzeptieren", stellte sie klar.

"Wenn Betriebsimpfungen über den Bund mit Länderkontingenten gemacht werden, müssen hier auch Unternehmen in den Bundesländern beteiligt werden. Was ist der Unterschied zwischen Voest, KTM, FACC und einer OMV oder Siemens? Ich appelliere daher an das Gesundheitsministerium, dies dementsprechend zu berücksichtigen", so Haberlander im Wortlaut.

Auch die Impfgeschwindigkeit werde so vollkommen verfälscht. Nach Sonderimpfungen in Vorarlberg und Tirol würden jetzt klar Wien, Niederösterreich und das Burgenland bevorzugt. "Impfquoten dann als Vergleich beziehungsweise sogar Grundlage für Entscheidungen heranzuziehen, ist damit nicht mehr seriös. Ganz abgesehen davon, dass es grundsätzlich für jeden einzelnen Bürger bzw. einzelne Bürgerin in Oberösterreich ungerecht ist", stellt Haberlander fest.

IV: Liste mit Betrieben müsse "ergänzt werden"

Für IVOÖ-Geschäftsführer Joachim Haindl-Grutsch wirft die kolportierte Liste der an der Impfaktion teilnehmenden Firmen Fragen auf, etwa, warum Leitbetriebe in den übrigen Bundesländern mit ähnlicher österreichweiter Aufstellung nicht erwähnt sind. "Wir gehen davon aus, dass bezüglich der Kriterien der Listenerstellung Transparenz geschaffen und diese Liste noch entsprechend ergänzt wird", betonte er in einer Presseaussendung am Mittwoch.

Auch Peter Niedermoser, Präsident der Ärztekammer für Oberösterreich, ist sauer und wirft dem Bund eine verfehlte Verteilungspolitik und "laufend leere Versprechungen" vor. Denn statt des avisierten Flusses von Impfdosen – für das zweite Quartal wurden Oberösterreich 160.000 versprochen – würden nur Tröpfchen kommen, "weil die Bundesregierung nun kurzerhand 500.000 Impfdosen für ausgewählte Betriebe reserviert hat", deren Zentralen vorwiegend in Ostösterreich lägen. "Dadurch wird Oberösterreich ganz klar benachteiligt."

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Danke für Ihr Verständnis.

dieRealität2020
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Manche Fragen kann ich nich nachvollziehen, wie u.a. nach den Impfpass.

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Jeder Hausarzt, bei dem sie sich impfen lassen, egal welcher Art auch immer, fragt automatisch nach dem Impfpass. Sie haben keinen, dann wird ihnen der Hausarzt sagen, dass er ihnen einen Impfpass geben kann und dann die Impfung eintragen kann. Das gibt es schon seit Jahrzehnten.
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Wenn sie in der Voranmeldung schrieben Hausarzt, dann wird ihm der Impfstoff (nach der Prioritätenliste) zugeteilt und der Hausarzt setzt sie dann in Kenntnis wegen eines Termins. So hat es bei einigen Personen in meinem Umfeld (in der Steiermark) einwandfrei und ohne Probleme funktioniert.
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Natürlich österreichisch, ohne die divergierenden 1.128 Meinungen von neunmalklugen Besserwisser und ununterbrochenen Zurufe an die Bundesregierung um sich in Szene zu setzen, gehts halt nicht. Typisch österreichisch.
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Ich denke nur an das Desaster der Grippeimpfung 2019 und 2020. Mag ich nicht mehr näher erläutern. "25 Köche" aus allen Bundesländer Institutionen BÜrokratie österreichweit und am Ende gab es längere Zeit keinen Impfstoff, obwohl Milliarden Dosen am Weltmarkt waren.

Apulio
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Stimmt es das zur

Impfung ein Impfpass mitgebracht werden muss??
Habe keinen Impfpass, meine letzte Impfung war als Kind.

Gauga90
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Nein

Man bekommt einen kleinen Zettel und die Impfung wird im e-Impfpass vermerkt

Apulio
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Danke, bin auf eine

Fehlinformation hereingefallen

erstdenkendannsprechen
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auf dem zettel zur impfinformation

steht drauf, dass man ihn mitbringen soll. aber wer keinen hat, hat keinen. ist ja auch bei den anderen impfungen so.

mahue
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Manfred Hütter: gelber internationale Impfpass

Nachlesen, wer seinen nicht mehr findet, erhält wie ein neugeborenes Kind nach ersten Impfung, auch einen neuen gelben Impfpass bei seinem Hausarzt. War so ist auch heute so. Die meisten Hausärzte haben solche auf Lager. Dieser wird noch länger bei Reisen notwendig sein, solange die digitale Form am Handy nicht in der EU und allen Staaten der Welt umgesetzt ist. Zusatz: Grosz gestern auf OE24 mit seinem Taschenspielertrick von Pass bis Zentimeterband, wartet schon auf seinen Vertrag als Clown im Wiener Prater.

mahue
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Manfred Hütter: So ein Blödsinn

Im sehr bekannten REHA-Zentrum bei uns in Kärnten (privat geführt) wird meine Frau ( 39, arbeitet in der Küche und Service) nächste Woche am Dienstag betrieblich erstmals geimpft. Ich mit 63 habe (Anmeldung beim Hausarzt) noch keinen Termin. Habe damit kein Problem, neben den wöchentlichen Schultests unseres 13jährigen Sohnes, sind wir bald auf der sicheren Seite. Wenn Landespolitiker egoistisch ihren unwissenden Senf dazugeben, steht es ihnen frei, sollten aber mindestens 3 Nächte ihre Aussagen überschlafen und nachdenken. Tirol reicht, Wortmeldungen von Oberösterreich und anderen Bundesländern brauchen wir "Österreicher" nicht.

dieRealität2020
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steht es ihnen frei, sollten aber mindestens 3 Nächte ihre Aussagen überschlafen und nachdenken.

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das wäre auch für manchen Forenschreiber angebracht.

mahue
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Manfred Hütter: realo

Ich brauche nichts überdenken, ein Rehazentrum für Lungenkranke und Nachbehandlung von Covid-Erkrankten hat keine Blasen, wie in der Formel1 oder anderen Sportarten. Daher muss das ganze Personal, vom Chef bis zur Reinigungskraft priorisiert geimpft werden, dass das Haus funktioniert und seine Aufgabe erfüllen kann.

Gotti1958
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!!!!

Na klar, der kurze Türkise muss ja seine Spender befriedigen.

Stony8762
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Gotti

Du Armer! Hast sonst nichts ausser Kurz-Hetze?