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Ruhe vor dem Sturm?Noch nie gab’s in der Steiermark so wenige Gastro-Pleiten

Im ersten Quartal meldeten in der Steiermark fünf Gastro-Betriebe Insolvenz an. Ein historischer Tiefststand, der trügerisch ist.

© (c) AFP (CHRISTOF STACHE)
 

Das hat es wirklich noch nie gegeben“ – auch wenn René Jonke weit in seinen Statistiken zurückblättert, ein Quartal, in dem nur fünf steirische Gastronomiebetriebe Insolvenz anmelden mussten, findet sich dort nicht. Der Grazer Niederlassungsleiter des Kreditschutzverbandes von 1870 (KSV) verweist auf 24 Insolvenzfälle im ersten Quartal 2020, auf 18 im Jahr davor und sogar jeweils mehr als 30 in den ersten drei Monaten der Jahre 2018 und 2017. Auf den ersten Blick mag es verwundern, dass ausgerechnet jene Branche, die mit am stärksten von der Pandemie betroffen ist, plötzlich im Insolvenz-Ranking ganz weit hinten zu finden ist und „einen historischen Tiefststand verzeichnet“, wie es Jonke ausdrückt. Erklären lasse sich das insbesondere durch die Coronahilfen – von den (bis Ende Juni verlängerten) Stundungen von Steuern und Abgaben über die Zuschüsse und Ersatzzahlungen bis hin zur Kurzarbeit. Jonke und mit ihm auch andere Gläubigerschützer sprechen daher auch von einer „trügerischen Momentaufnahme“.

Kommentare (1)
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steirischemitzi
4
10
Lesenswert?

Naja...

... wenn man sieht wie die großen Wellnesstempel aus- und umbauen, fragt man sich schon, wie schlecht es denen wirklich geht! Arm sind nur die Kleinen und vorallem die Arbeitnehmer und da wirds dann auch rascheln. Die großen werden aber größer und denen gehört jeder Bonus/Förderung gestrichen...