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Minus zwei ProzentBitcoin: Höhenflug vorerst gestoppt

Tesla-Chef Elon Musk hat am Wochenende wieder fleißig über Bitcoin getwittert. Obwohl er ein Fan ist, beurteilt er den Kurs als zu hoch.

Symbolbild
Symbolbild © AP
 

Bitcoin geht auf seiner Rekordjagd erst einmal die Luft aus. Der Kurs ist am Montag um zwei Prozent auf 56.260 Dollar (46.346,49 Euro) gefallen. Die älteste und wichtigste Cyberwährung hatte am Sonntag auf der Handelsplattform Bitstamp ein Rekordhoch von 58.354 Dollar markiert. Am Freitag waren laut Datenanbieter CoinMarketCap alle im Umlauf befindlichen Bitcoin erstmals zusammen mehr als eine Billion Dollar wert gewesen.

Im Gefolge des seit Wochen und Monaten anhaltenden Höhenflugs ziehen auch die Kurse viele anderer Digitalwährungen an wie Ethereum, Binance Coin oder Polkadot an. Aus diesem Grund ist der Anteil des Bitcoin am Gesamtmarkt der Kryptowährungen trotz der massiven Kursgewinne zuletzt etwas gesunken. Einer Aufstellung der Seite Coinmarketcap zufolge betrug dieser zuletzt nur noch etwas mehr als 60 Prozent, nachdem er vor einiger Zeit noch bei etwas mehr als 70 Prozent gelegen hatte. Eine Einheit von Ethereum, der zweitwichtigsten Kryptowährung, war am Samstag erstmals mehr als 2000 Dollar wert.

Rekord nach Rekord

Der Bitcoin befindet sich seit Herbst vergangenen Jahres mal wieder auf einem Höhenflug. So hatte der Kurs im Oktober mal gerade noch bei 10 000 Dollar gelegen, bevor er Mitte Dezember dann auf mehr als 20 000 Dollar stieg. Anfang Jänner überquerte er dann innerhalb weniger Tage die Marken von 30.000 Dollar und 40.000 Dollar. Nach einer Konsolidierungsphase bis Anfang Februar geht es seitdem wieder stetig bergauf. Vergangene Woche war der Bitcoin erstmals mehr als 50.000 Dollar wert.

Der Musk-Faktor

Für Kursauftrieb hatte am Freitag erneut der schillernde Multimilliardär und Tesla-Chef Elon Musk gesorgt. Auf Twitter schrieb er, warum Kryptowährungen aus seiner Sicht traditionellen Währungen vorzuziehen seien. Wenn herkömmliche Währungen mit negativen Realzinsen belegt seien, würde sich nur ein Narr nicht anderweitig umschauen, schrieb Musk. Er umschrieb damit den Verlust, den viele Anleger angesichts extrem niedriger Zinsen und unter Berücksichtigung der Inflation derzeit hinzunehmen haben.

Am Samstag ruderte Musk etwas zurück: Die Kurse von Bitcoin und Ethereum erschienen hoch, schrieb Musk am Samstag auf dem Kurznachrichtendienst Twitter. Der Milliardär antwortete mit seiner Äußerung auf einen Tweet eines Nutzers, der Gold für besser als Bitcoin und Bargeld hielt. Der Chef des E-Auto-Bauers fügte hinzu, dass Geld lediglich Daten darstelle, mit denen man die Unannehmlichkeiten beim Tauschhandel vermeiden könne. Abgesehen davon wirkten die Preise für Bitcoin und Ethereum hoch. Beide Kryptowährungen hatten zuletzt neue Bestmarken erzielt.

Dass der Bitcoin auf Tweets von Musk reagiert, ist nicht neu. Der Tesla-Chef ist bekennender Kryptowährungs-Fan und äußert sich rege zu dem Thema, meist über den Nachrichtendienst Twitter. Unlängst war bekannt geworden, dass der Elektroautohersteller Tesla einen Milliardenbetrag in Bitcoin investiert hat und die Internetwährung künftig als Zahlungsweise akzeptieren will. Das hat dem Bitcoin einen zusätzlichen Schub verliehen.

Kommentare (5)
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VH7F
4
7
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Bitcoin gehört allein aufgrund des Stromverbrauches eingeschränkt

Langsam sind die Transaktionen auch.

calcit
3
9
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Es stellt sich immer mehr heraus, dass Biotcoins kein....

...alltagfähiges Zahlungsmittel darstellen - das ist nur was für Spekulanten und "womöglich" auch Kriminelle - mehr nicht. Und einen enorme Umweltbelastung stellen die notwendigen Computerberechnungen auch dar...

Hapi67
1
14
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Erst kaufen und twittern,

dann verkaufen und twittern und das Spiel beginnt von vorne.

Was dazwischen bleibt, ist ein Körberlgeld und ein Zeitvertreib für Reiche.

Für die anderen bleibt die normale Arbeit.

scionescio
1
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@Hapi67: obwohl Elon Musk gleich wie Donald ein Soziopath und geldgieriger Egomane ist ...

... ist er bei weitem nicht so dumm wie Donald - er hat ja zuvor mit dem furzenden Blinkerhebel den durchschnittlichen IQ seiner Fanboys getestet und weiß deshalb jetzt ganz genau, wie sehr er sie für seine Zwecke fernsteuern und benutzen kann;-)

Hapi67
1
2
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Kann mir gut vorstellen,

dass er sich manchmal selbst fragt, ob das alles wahr ist bzw. wirklich so leicht von der Hand geht.

Und wenn man das Projekt mit den Satelliten/Internet verfolgt, Investitionen vs. Routerkosten/Gebühren und potenzielle User wartet die nächste Riesengoldgrube bereits.

Neben den beschriebenen Verhaltensmustern muss Ihm fairerweise eine suggestive Visionskraft zugebilligt werden und das ist es schlussendlich auch, was die ganzen IT-Branchen explodieren lässt.
Wer Nachhaltigkeit oder materielle Werte sucht....