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Wienerberger-Boss Scheuch„Wir zahlen das alles mit unseren Steuergeldern“

Der Vorstandsvorsitzende von Wienerberger, Heimo Scheuch, über die Expansion in den USA, Erfolge der Old Economy und Fehler der österreichischen Regierung beim Krisenmanagement.

Heimo Scheuch
Heimo Scheuch © ballguide/Christoph Kleinsasse
 

Der Kauf der US-Firma Meridian Brick kurz vor Weihnachten um 250 Millionen Euro wurde von der Börse sehr positiv aufgenommen. Zufrieden?
HEIMO SCHEUCH: Wir bauen damit unser Geschäft in den USA sehr stark aus, verdoppeln unseren Umsatz in Nordamerika und haben ein riesiges Synergiepotenzial. Wir sehen, dass Ziegel in Nordamerika im Sinne der Nachhaltigkeit zunehmend eine wichtige Rolle spielen werden. Dazu kommt, dass die USA ein wachsender Markt ist.

Kommentare (18)
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critica
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Schlagwörter und Stehsätze eines Wirtschafters.

Aber dieser Herr Gerneraldirektor wird selbst wissen, dass die Themenbearbeitung komplizierter ist. Dazu ein paar Fragen:
Warum wird neu immer nur in die "grüne Wiese" gebaut?
Es gäbe genug aufgelassene Industriegründe, deren Adaptierung schmälert aber den Gewinn der Immobilienentwickler und Auftraggeber.
Dauer der Behördenverfahren? Wenn es immer neue Einsprüche hagelt kein Wunder bei Großprojekten!
Mehr E-Nutzung wir gefordert, aber jede Windrad- und Kraftwerkserrichtung wird bekämpft, und das durch die selben Gruppen!?
Wie viele der 17.000 Arbeitsplätze sind in Österreich?

Lodengrün
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Wenn

der Kanzler schon auf das dumpe Volk nicht hört was es do meint, dann soll er sich doch an Leute wie ihn wenden. Aber der ist grauhaarig, also auch zu alt.

Lodengrün
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Nachsatz

warum der Kanzler sich nicht an ihn wendet. Ich gehe davon aus das er der Partei nichts finanziellzuteil werden lässt. Das ist bei Benko, Pierer etc.anders. Da gibts schon ansehnliche Beträge. Dafür werden auch Sachen beschleunigt oder Projekte erfahren eine Förderung die es sonst nicht gibt.

Lodengrün
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Ist ja so meine türkisen Freunde

Sucht er nicht ständig den Schatten von Benko und Pierer, ist von ihrem Gruß beglückt?

scionescio
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@Lodengrün: auch wenn der Herr Kurz nicht sehr viel zu wissen scheint, ist ihm sicher bewusst, dass auch er einmal vom nächsten Populisten oder Intriganten entzaubert werden wird ...

... da schadet es nichts, schon rechtzeitig darauf zu schauen, dass man für die Zeit danach einen schönen Versorgsposten bei einem guten Freund mit kleinen Geschenken sichert - die erhalten bekanntlich ja die Freundschaft!
Wie schnell es gehen kann und wie schwer man sich dann plötzlich tut, sieht man ja am Beispiel des Herrn Strache.

Lodengrün
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Nun mein guter @scionescio

ich denke Sie überschätzen da den jungen Mann. Der ist einem solchen Tunnel das er oben, unten, rechts, links nichts sieht und hört außer sich.

hbratschi
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scheuch...

...sagt in diesem interview mehr als die regierung in ihren über 200 heurigen pressekonferenzen. und vor allem praxisnäheres, lebensechteres und realistischeres...👍

scionescio
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@hbratschi: Herr Scheuch ist halt so erfolgreich, dass er auf das Wohlwollen des Herrn Kurz nicht unbedingt angewiesen ist...

... und hat auch eine klare Strategie, die er konsequent verfolgt und die sich immer mehr als erfolgreich herausstellt - aber er weiß auch selbst, was er tut und muss sich nicht nach persönlichen Medienberatern richten ... eigentlich ein perfekter Gegenentwurf zum Herrn Kurz und deshalb so erfolgreich;-)

alsoalso
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Mutig

Einer der sich das zu sagen traut! Unsere Politiker sind ja durch die Bank untertänige von Kammern, Behörden und Parteiorganisationen. Unsere Politiker sind ausschließlich als Schauspieler trainiert.

Willi128
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Wenn schon ein Wirtschaftsmann

solche Kommentare und Analysen abgibt, dann ist das kein gutes Zeichen für das Pandemie Management der Politik (In erster Linie Regierung, aber auch Opposition). Bei solchen Einschätzungen eines Verantwortlichen für 17.000 Arbeitsplätze erscheint es nicht verwunderlich, dass das "gewöhnliche" Volk die gesundheitlich notwendigen Vorgaben der Verantwortlichen in der Regierung nur verunsichert und mit Widerwillen einhält. Vielleicht sucht die Politik einmal die Fehler bezüglich z.B. der Impfbereitschaft bei sich und nicht nur bei der verunsicherten Bevölkerung.

pescador
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Grund und Boden

Dass Grundstücke Preise erreichen, die sich künftig nur sehr reiche Menschen leisten können ist Tatsache und diese Entwicklung sehe ich ebenfalls problematisch. Dass der Staat hier lenkend eingreifen muss, ist auch offensichtlich. Die langfristige Verpachtung von Baugrundstücken ist ein interessanter Ansatz.

calcit
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Ja, die alte Leier...

...auf die Ineffizienz der Behörden hinhauen! Nicht die Behörden ziehen die Verfahren in die Länge, meist ist es der Umweltschutz bzw. die UVP oder die Nachbarn. Das sollte der Herr bei seinen Anlagenverfahren oder Mineralrohstoffverfahren ja genau kennen. Und im übrigen soll der Herr mal seine eigenen Kollegen an der Nase nehmen. Was sich teilweise Baufirmen mit Pfusch und Bauverzögerungen leisten oder Handwerker die nicht kommen, kleine Dinge nicht einmal mehr angreifen da ist jede Behörde effizienter.

calcit
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Und noch was anderes, worin bestand denn das Krisenmanagement bei Wienerberger?

Werke schliessen, Personal abbauen....

melahide
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Den

Ansatz, dass Grund und Boden dem Staat gehören soll und dann verpachtet wird, den halte ich für Diskussionswürdig. Wird in Neuseeland so gemacht. Da kann man Grund für bis zu 99 Jahre pachten ...

Trieblhe
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@melahide

Das ist bei uns auch möglich. Auch in Neuseeland stellt dies aber eher eine Ausnahme dar. Besser ist der Ansatz Neuseelands, ausländischen Spekulanten den Grundstückserwerb zu verbieten. Das wurde auch notwendig, nachdem dort die Grundstückspreise enorm gestiegen sind...

RonaldMessics
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Und ich kenne auch....

....einen Grundstücksbesirzer in einer kleinen Kärntner Gemeinde, der auf Basis Pacht darauf Ferienhäuser errichtet. Also tun wir nicht so, als wäre dies was Neues. Ich habe oft das Gefühl, dass sehr viele unseren Staat nicht durchgängig kennen.

RonaldMessics
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Macht auch...

...die katholische Kirche in Wien so.

Hausberger
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Bravo!

Sowohl als Unternehmer, als auch zu seinen politischen Ansichten! Nur leider nicht der „Mainstream“ der Österreicher, denn die lassen sich vom Staat lieber an der Nase herumführen bzw. Von der Politik verschaukeln!