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Plus 1,75 Prozent Paketzusteller: Eine Lohnerhöhung, von der nur wenige profitieren

Kollektivvertrags-Löhne im Kleintransportgewerbe werden erhöht. Aber: Großteil der Zusteller sind bei privaten Paketdiensten als Selbstständige unterwegs. Sozialpartner fordern von Regierung deswegen erneut eine Versenderhaftung.

Eine Branche im vorweihnachtlichen Dauereinsatz
Eine Branche im vorweihnachtlichen Dauereinsatz © Ronald Rampsch - stock.adobe.com (RONALD RAMPSCH)
 

Die Kollektivvertragslöhne und Zuschläge für die Beschäftigten im Kleintransportgewerbe - unter anderem Paketzusteller - werden per 1. Jänner 2021 um 1,75 Prozent erhöht. Darauf einigten sich Gewerkschaft und Wirtschaftskammer am Freitag. Ein Großteil der Fahrer bei privaten Paketdiensten profitiert aber nicht von der KV-Erhöhung, weil sie als Selbstständige unterwegs sind.

Die Corona-Pandemie hat zu einem Boom im Online-Handel und einer Paketlawine geführt. Die Sozialpartner Gewerkschaft vida und Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) fordern von der Bundesregierung weiterhin, eine gesetzlichen Initiative für eine Versenderhaftung auf den Weg zu bringen, um den Preisverfall in der Zustellungsbranche zu stoppen. "Damit könnte auch dem Lohn- und Sozialdumping auf dem Rücken der Beschäftigten wirksam ein Riegel vorgeschoben werden", so vida-Gewerkschafter Karl Delfs am Freitagnachmittag in einer Aussendung.

Erst jüngst kritisierte die Gewerkschaft die Arbeitsbedingungen in der Branche massiv.

 

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Mehr gibt es dazu nicht zu sagen! Mächtig gewaltig allenfalls noch!