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Kursfeuerwerk an den Börsen Was vom großen Freudensprung zu halten ist

Die Nachricht von einem möglichen Durchbruch beim Corona-Impfstoff sorgte an den Börsen für ein Kursfeuerwerk, viel Bewegung herrschte auch an den Rohstoffmärkten. Inmitten des Jubels melden sich aber auch mahnende Stimmen.

© AP
 

Um knapp vor 13 Uhr ging es am Montag plötzlich fast senkrecht nach oben. Gerade hatten die Pharmaunternehmen Biontech und Pfizer vielversprechende Testergebnisse rund um ihren Corona-Impfstoffkandidaten veröffentlicht. Die Reaktion an den Aktienmärkten fiel euphorisch aus. Innerhalb weniger Minuten legten die Leitindizes europaweit stark zu. Ein regelrechtes Kursfeuerwerk war die Folge, das auch Wien erfasste. Der ATX kletterte bis zum Börsenschluss um 7,6 Prozent nach oben. In Deutschland legte der DAX um 4,9 Prozent zu, der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 stieg um 6,4 Prozent. Eine Momentaufnahme, die auch durch die Entscheidung bei den US-Präsidentschaftswahlen begünstigt wurde – oder doch mehr?

Kommentare (3)
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duerni
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In unserer Zeit, haben die "Schwarzmaler" Hochkonjunktur und haben eigentlich ...

"nicht ganz unrecht"! JEDE positive Meldung hilft uns derzeit, denn wir - nein, die ganze Welt - steht am Abgrund. Die Börsenkurse bilden die Zukunft ab - hoffentlich liegen sie richtig.
Was ich - nach wie vor - vermisse ist, sich hinsichtlich der Verminderung der Wahrscheinlichkeit des nächsten SARS-CoV-x Gedanken zu machen. Dass Covid19 nicht die letzte Pandemie ausgelöst hat, steht wohl außer Streit. Was aber tun wir, um den Zeitpunkt für das nächste "schwere, akute, respiratorische Syndrom" = SARS, weit in die Zukunft zu verschieben? Covid19 kam aus China, dass steht wohl fest (außer für die notorischen Nörgler hier).
Was aber tun wir, gegen unsere Abhängigkeit von China - bekanntlich Lieferant sogar systemrelevanter Produkte, wie Medikamente etc.? NICHTS!
Hören wir auf, mit sinnloser Globalisierung. Zum Beispiel der Onlinehandel: Wir kaufen von ausländischen Firmen, die Österreich keine Steuern dafür bezahlen. Dieser Umsatz fehlt aber österreichischen Firmen, die Steuern dafür zahlen würden. Diese Steuern braucht aber Österreich (WIR), um unser System am Leben zu halten.

GanzObjektivGesehen
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Sie haben natürlich recht.

Aber es wäre ein Kampf gegen zwei mächtige Gegner, die "Weltwirtschaft" und gegen den inneren "Schweinehund". Ein "Zwei Fronten Krieg", quasi.

Mit der Willensstärke und Vernunft die ich (in Österreich) bisher beobachtet habe werden wir das nicht schaffen. Wie schon viele Psychologen gesagt haben:

"Auch wenn der medizinische und wirtschaftliche Schaden dieser Krise enorm
ist, so ist er noch immer zu gering um eine relevante und dauerhafte Änderung des Systems zu bewirken."

GanzObjektivGesehen
2
24
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Da fch freue mich aber für die Börsianer.

Da wird spekulativ auf eine Nachricht reagiert, es werden wieder Millionen, wenn nicht Milliarden verdient. Bis sich ein Impfstoff auf unsere Realwirtschaft auswirkt vergeht noch eine Halbe Ewigkeit.

Hoffentlich ist diese “Glücksmeldung” kein Grund mit den Schwimmbewegungen aufzuhören. Das Rettungsboot ist zwar in Sicht, aber noch nicht bei uns. Im Trockenen sind wir noch lange nicht....