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Luftfahrt-SubventionenStrafzölle: Diese US-Produkte werden bald teurer

Wegen Subventionen für den US-Flugzeugbauer Boeing wird die EU Strafzölle gegen die USA in Höhe von 3,4 Milliarden Euro einheben.

Symbolbild
Symbolbild © APA/Helmut Fohringer
 

Die EU wird wegen der rechtswidrigen Subventionen für den Flugzeugbauer Boeing Strafzölle auf US-Importe erheben. Das kündigte EU-Vizekommissionspräsident Valdis Dombrovskis am Montag bei einer Videokonferenz der EU-Handelsminister an. Die EU wird demnach nicht abwarten, ob der künftige US-Präsident Joe Biden einen Kurswechsel in der amerikanischen Handelspolitik einleitet.

Man habe nun eine Entscheidung der Welthandelsorganisation WTO, die der EU Strafzölle erlaube, sagte Dombrovskis. Das sei das, was man jetzt mache.

Verhandlungsbereit

Gleichzeitig betonte Dombrovskis, dass die EU weiter bereit für Verhandlungen sei. Wenn die USA ihre Zölle wegen der Subventionen für den europäischen Flugzeugbauer Airbus zurückzögen oder aussetzten, werde das auch die EU tun.

Unabhängige Streitschlichter hatten vor kurzem entschieden, dass die EU wegen rechtswidriger Subventionen für den US-Flugzeugbauer Boeing Strafzölle auf US-Importe im Umfang von knapp vier Milliarden Dollar (etwa 3,4 Milliarden Euro) im Jahr verhängen darf.

Von Fisch bis Spielekonsole

Nach früheren EU-Angaben könnten die europäischen Sonderabgaben auf Produkte wie Tomatenketchup, Wein, Reisekoffer und Spielekonsolen erhoben werden. Zudem wurden auch amerikanische Traktoren, Hubschrauber, Fahrradrahmen sowie Nüsse, Schokolade und gefrorener Fisch als mögliche Ziele für die Zölle genannt.Die EU hat die gesamte Liste im Netz veröffentlicht (Englisch).

In einem ähnlich gelagerten Fall hatten Schlichter den USA wegen unerlaubter Subventionen für Airbus bereits Strafzölle auf Produkte aus der EU im Umfang von 7,5 Milliarden Dollar genehmigt. Die USA hatten danach bereits Sonderabgaben auf Produkte aus der EU eingeführt, die noch heute gültig sind.

Direkt nach der WTO-Entscheidung Mitte Oktober hatte die EU angekündigt, zunächst noch einmal mit der Regierung von US-Präsident Donald Trump die Möglichkeiten für eine Verhandlungslösung ausloten zu wollen. Dies verlief aber offensichtlich erfolglos.

Kommentare (5)
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Mezgolits
4
3
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Strafzölle: Diese US-Produkte werden bald teurer

Vielen Dank - ich meine: Sollen sie = niemand ist verpflichtet, diese
Produkte zu kaufen und wenn wir eine fähige Wirtschaftsregierung
hätten, wären wegen der spanischen öffentlichen Stier-Schlächter-
eien, alle spanischen Produkte, schon längst, mit mindestens 20 %
einfuhrbesteuert. Erfinder + öffentliche Stier-Schlächterei-Gegner

Peterkarl Moscher
4
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Wahrheit tut weh !

Dann ganz einfach diese Produkte nicht kaufen !!!!!!

wintis_kleine
1
9
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Ich verstehe sowieso nicht

dass wir diese Produkte, die hier genannt wurden, als Importware aus US kaufen sollten, wo wir ähnliche oder gleiche Sachen aus der EU mit zumindest gleicher (meistens sogar besserer) Qualität erstehen können.

jgriesauer
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Na ja ...

in Europa gibt es z.B. keine Spielekonsolen. In Europa gibt es auch keine Mobiltelefonhersteller. Dinge die - wahrscheinlich auch Sie - täglich benutzen gibt es nicht „aus“ Europa (nur als Bsp. Google, Microsoft, Apple, Facebook, etc.).
WENN es vergleichbare Produkte gibt die in der EU hergestellt werden, sollte man natürlich diese Produkte den Vorzug geben. Leider hat Europa aber in vielen Bereichen den Anschluss verpasst oder verschlafen.

Alfa166
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Sony, LG, Samsung, Huawei, Nintendo... Alles aus Asien.

Es muss keine X-Box sein und auch kein Apple I-Phone. Gibt genug andere, gleichwertige Alternativen.