Bitte warten - Ihr Zugang wird eingerichtet.

"Stolz auf Wien" startetStadt Wien steigt bei zwei Unternehmen ein

Um Unternehmen das Überleben zu sichern, beteiligt sich die Stadt Wien ab sofort daran. Adamol und Frey Wille als erste Partner.

Bürgermeister Ludwig mit Stadtrat Hanke
Bürgermeister Ludwig mit Stadtrat Hanke © PID/C.JOBST
 

Vor Monaten wurde das Projekt angekündigt, jetzt beginnt die Stadt Wien damit, sich an Unternehmen zu beteiligen. Gegründet wurde zu diesem Zweck die "Stolz auf Wien Beteiligungs GmbH". Mit dieser Form der Unterstützung soll Wiener Unternehmen geholfen werden, die durch die Coronakrise in finanzielle Schwierigkeiten geraten sind. 

Die Beteiligung der Stadt ist auf maximal eine Million Euro bzw. 20 Prozent der Gesellschafteranteile pro Firma begrenzt. Spätestens nach sieben Jahren gehen die Beteiligungen wieder an die Eigentümer zurück. 

Von der Stadt Wien werden 20 Millionen Euro an Kapital zur Verfügung gestellt. Die Wirtschaftskammer Wien sowie die Partnerbetriebe Bawag, Erste Bank, Uni Credit, die Wiener Städtische und die AVZ Privatstiftung steuern weitere 20 Millionen Euro bei. 

Wien.memo

Wollen Sie auf dem Laufenden bleiben, wie sich die Situation rund ums Coronavirus in Wien entwickelt? Wien.memo, der Wien-Newsletter der Kleinen Zeitung, versorgt Sie direkt in Ihrem Posteingang mit den neuesten Entwicklungen. 

>>> Hier kostenlos abonnieren

Zwei Unternehmen konnten sich als erste eine Beteiligung sichern. Zum einen Schmuckproduzent Frey Wille und zum anderen die Motoröl- und Schmierstoff-Firma Adamol.

"Die Unternehmen sollen nicht das Gefühl haben, dass wir sie übernehmen wollen. Wir beschränken uns auf eine Beteiligung von maximal 20 Prozent und bieten an, dass sie diese bereits vor Ablauf der sieben Jahre zurückkaufen können. Wir wollen die Unternehmen mit dieser Möglichkeit unterstützen, sehr schnell Kapital in die Unternehmen zu bringen", betont SPÖ-Bürgermeister Michael Ludwig.

Firmen, die um eine Beteiligung der Stadt ansuchen wollen, müssen einen mehrstufigen Prozess durchlaufen. Nach einem Online-Antrag wird der Betrieb durch Wirtschaftskanzleien einem Screening unterzogen. Fällt dieses positiv aus, entscheidet ein Beirat über die letztliche Handlungsempfehlung an die Geschäftsführung der "Stolz auf Wien Beteiligungsgesellschaft".

Angeführt wird dieser Beirat vom ehemaligen Bundeskanzler Franz Vranitsky, ebenso vertreten sind unter anderem Edeltraut Hanappi-Egger, Rektorin der WU Wien, Erich Hampel, Ex-Boss der Bank Austria und der langjährige Raiffeisen-Obmann Christian Konrad.

Weitere, interessierte Unternehmen sind bereits "in der Pipeline", heißt es in einer Aussendung der Stadt Wien. Die Detailprüfungen durch die Wirtschaftskanzleien laufen bereits, demnächst sollen die Ergebnisse in den Beirat gehen.

Kommentare (1)

Kommentieren
georgXV
0
3
Lesenswert?

SPÖ

parteipolitisches Getue kurz vor der Wahl ...