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Einstufung der ArbeitslosenDatenschutzbehörde stoppt AMS-Algorithmus

Ein Computerprogramm sollte ab Jänner die Jobchance von Arbeitslosen bewerten. Die Datenschutzbehörde stoppt das Projekt.

Symbolbild
Symbolbild © Markus Traussnig
 

Das Arbeitsmarktservice (AMS) darf den umstrittenen Algorithmus zur Ermittlung von Arbeitsmarktchancen von Arbeitslosen nicht wie geplant am 1. Jänner 2021 flächendeckend einführen, berichtet der "Kurier". Dies habe die österreichische Datenschutzbehörde (DSB) im Rahmen einer amtswegigen Prüfung entschieden. Eine allfällige Beschwerde gegen den Bescheid habe keine aufschiebende Wirkung.

Es würden die gesetzlichen Grundlagen für das Projekt fehlen. Unter anderem sei die Letztaufsicht durch einen AMS-Berater nicht sichergestellt. Gegenüber der Tageszeitung hieß es vom AMS, dass der Bescheid nun geprüft und allenfalls Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht eingelegt werde. Sollte sich herausstellen, dass das Assistenz-System in der jetzigen Form ab Jänner nicht eingesetzt werden könne, sei der Gesetzgeber gefordert, eventuell Änderungen vorzunehmen.

Kritik an System

Die Einführung einer computergestützten Einordnung der Berufsaussichten von Arbeitslosen hatte bereits bei deren Ankündigung für Kritik gesorgt. Ursprünglich war der Start für Mitte 2020 anvisiert, aufgrund der Coronapandemie wurde er dann auf Anfang 2021 verschoben.

Das AMS wollte mit der Einteilung von arbeitslosen Menschen in drei Kategorien mit hohen, mittleren und niedrigen Arbeitsmarktchancen via Computer-Algorithmus die Vergabe von Fördermaßnahmen effizienter machen. Am meisten Förderung sollen künftig Arbeitslose mit mittleren Arbeitsmarktchancen bekommen. Der Berater trifft aber weiterhin die Letztentscheidung über die Arbeitslosenförderung, etwa ob jemand eine teure Facharbeiterausbildung bekommt oder nicht, wurde vom Arbeitsmarktservice betonte im Frühjahr betont.

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Danke für Ihr Verständnis.

erstdenkendannsprechen
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Gut so,

finde ich.

bam313
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Der Gag des Tages

Jetzt drehen sie komplett am Rad.
Ich bekam heute vom Arbeitsamt ein böses Schreiben, dass ich mich nicht bewerben würde.
Ja geht es denen noch gut?

Wo soll ich mich denn bewerben?
Viele sind in Kurzarbeit, oft ist niemand zu erreichen usw.
Aber das AMS macht Druck auf die Arbeitslosen.

Ich habe mir schon eine Heugabel bestellt, damit ich für den Klassenkampf gewappnet bin.
Die verarschen uns wirklich alle!
Und dabei darf man nicht einmal etwas sagen, denn sonst wird man eh gleich für mindestens 1 Monat gesperrt.
Ich rechnete mit dem Start dieses Zirkus erst im Winter.
Aber sie haben mich eines besseren belehrt.
Jetzt, weil ihnen die Kohle hinten und vorne fehlt, gehen sie wieder auf die Kleinsten im System los.
Das ist einfach abscheulich!

harri156
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Und wieder ein Pfusch!

Was bringt diese Regierung unter Kurz überhaupt zu Stande?

X22
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Dieses Vorhaben wurde nicht unter der jetzigen Regierung umgesetzt, jedoch

die Türkisen oder sagen wir Kurz hatte(n) ihre (seine) Finger im Spiel

bam313
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Das musst du dir einmal auf der Zunge zergehen lassen:

Das AMS wollte mit der Einteilung von arbeitslosen Menschen in drei Kategorien mit hohen, mittleren und niedrigen Arbeitsmarktchancen via Computer-Algorithmus die Vergabe von Fördermaßnahmen effizienter machen.

Und das trauen sie sich auch noch zu sagen.
Der Heilige Furz wird bald am Kreuz landen.

Jiyu
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"Why Are You Booing Me? I'm Right"

So lange man Alter, Herkunft und Geschlecht im Algorithmus nicht berücksichtigt ist so eine Vorab Auswahl sicherlich eine gute Idee um schneller entscheiden zu können wer sich sofort für eine Weiterbildung etc. eignet.

Computer sind "fairer" als Menschen, Unvoreingenommen, "Blind",...
Wenn der PC sagt dass Man sich für eine Schulung eignet hat der AMS Mitarbeiter nichts mehr zu sagen weil man ihm z.B. "nicht freundlich genug" daher kommt.